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    Hofheim

    Hofheim: Für die Hälfte der Räte war es die erste Sitzung

    Die konstituierende Sitzung des Hofheimer Stadtrats fand im Haus des Gastes statt.
    Die konstituierende Sitzung des Hofheimer Stadtrats fand im Haus des Gastes statt. Foto: Martin Schweiger

    Die Redewendung "Alles neu macht der Mai" gilt auch für den Hofheimer Stadtrat: Von 22 Posten wurden bei den Kommunalwahlen im März elf neu besetzt.

    Auf der konstituierenden Sitzung im Haus des Gastes wurden die neuen Mitglieder vom ersten Bürgermeister Wolfgang Borst vereidigt. Es sind Walter Dietz, Florian Berwind, Christian Bühler, Konrad Spiegel, Daniel Beyer, Britta Lutz, Ulrich Goschenhofer, Peter Troll, Alexander Häpp, Jens Weinkauf und Hans-Werner Ulrich.

    Keine Änderung gab es bei der Wahl der beiden stellvertretenden Bürgermeister. Reinhold Giebfried wurde als zweiter Bürgermeister ebenso wiedergewählt (19:2) wie die dritte Bürgermeisterin Julitta Ott, die das gleiche, eindeutige Votum erhielt.

    Derzeit nicht angebracht: Stadtrat erhöht Sitzungsgeld nicht

    Das Sitzungsgeld für die Hofheimer Stadträte bleibt bei 30 Euro. Eine Erhöhung wäre in der aktuellen Situation nicht angebracht, sagte Borst. Andreas Dellert, Leiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG), informierte das Gremium, dass Ladungen zu Sitzungen, Beschlussvorschläge oder Protokolle künftig über das "Ratsinformationssystem" per E-Mail verschickt würden.

    Dafür müssten sich die Stadträte elektronische Endgeräte wie Tablets oder Laptops anschaffen. Für diesen Aufwand beschloss das Gremium, eine Entschädigung von 20 Euro pro Sitzung auszuzahlen. In der Geschäftsordnung wurde neu festgelegt, dass Ausschüsse Projekte bis zu einer Höhe von 100 000 Euro selbst beschließen können. Bisher lag die Obergrenze bei 50 000 Euro.

    Dies sei beispielsweise bei Grundstücksverkäufen der Fall. Borst begründete die Erhöhung der Entscheidungsgrenze mit der Teuerungsrate. Zudem würde der Stadtrat dadurch entlastet. Das Gehalt des Bürgermeisters wurde im nichtöffentlichen Teil besprochen. Auf Nachfrage der Redaktion gab Borst an, dass er gemäß Besoldungsgruppe A16 bezahlt werde. Das Gehalt des zweiten Bürgermeisters liegt bei zehn Prozent des ersten Bürgermeisters.

    Rund 1,5 Millionen Euro fehlen wahrscheinlich im Haushalt

    Schlechte Nachrichten hatte Borst zum Haushalt 2020. Bereits jetzt würde sich abzeichnen, dass rund 1,5 Millionen Euro aufgrund der Corona-Krise im Haushalt fehlten. Daher müsse das Augenmerk in diesem Jahr auf Pflichten wie den Kanal- oder Straßenbau gelegt werden. Auf weitere Ausgaben müsse man "massiv schauen", meinte der Rathauschef.

    Nicht davon betroffen ist die Anschaffung eines Drehleiterfahrzeugs für die Freiwillige Feuerwehr. Der Auftrag ging für 720 000 Euro an die Firma Magirus. Die Firma Ludwig wurde für die weitere Ausstattung für knapp 33 000 Euro beauftragt. Der voraussichtliche staatliche Zuschuss zum Fahrzeug beträgt insgesamt rund 258 000 Euro.

    Zu den Erschließungsbeiträgen für das Baugebiet "Ellerweg" in Goßmannsdorf sagte Borst, dass die Vorausleistungen die Erschließungsbeiträge komplett abdecken würden.

    Vier Ausschüsse gebildet und drei Beauftragte bestimmt

    Im Hauptverwaltungsausschuss sitzen Alexander Bergmann, Reinhold Giebfried und Michaela Just (alle CSU), Walter Dietz und Julitta Ott (beide WG Goßmannsdorf), Peter Troll (WG Rügheim), Philipp Schubart (Junge Liste), Hans-Werner Ulrich (WG Lendershausen), Konrad Spiegel (SPD/Freie Bürger) und Jens Weinkauf (Reckertshäuser Bürgerliste/WG Ostheim).

    Im Bau- und Umweltausschuss sind Alexander Bergmann, Reinhold Giebfried und Michael Greb (alle CSU), Florian Berwind und Walter Dietz (beide WGG), Siegfried Burger (WGR), Philipp Schubart (Junge Liste), Alexander Häpp (WGL), Hubert Bergmann (SPD/FB) und Christian Bühler (RBL/WGO) vertreten.

    Im Waldausschuss sitzen Reinhold Giebfried, Michael Greb, Barbara Goschenhofer (alle CSU), Florian Berwind, Walter Dietz (beide WGG), Siegfried Burger (WGR), Daniel Beyer (Junge Liste), Alexander Häpp (WGL), Konrad Spiegel (SPD/FB) und Jens Weinkauf (RBL/WGO).

    Diese Stadträte sitzen im Rechnungsprüfungsausschuss

    Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören Alexander Bergmann und Michaela Just (beide CSU), Julitta Ott (WGG), Siegfried Burger (WGR), Philipp Schubart (Junge Liste) und Hans-Werner Ulrich (WGL) an. In der Gemeinschaftsversammlung der VG Hofheim sind neben dem ersten Bürgermeister noch Alexander Bergmann, Reinhold Giebfried, Julitta Ott, Siegfried Burger, Philipp Schubart und ein Vertreter der Wählergemeinschaft Lendershausen vertreten.

    In den Schulverband wurden Barbara und Ulrich Goschenhofer, Michaela Just, Daniel Beyer, Britta Lutz und Peter Troll entsandt. Jugendbeauftragte sind Britta Lutz, Florian Berwind, Philipp Schubart sowie Jens Weinkauf und Seniorenbeauftragte sind Christel Teinzer und Dieter Krause. Barbara Goschenhofer ist Kulturbeauftragte und zuständig für das Bücherei-Kuratorium.

    Elf neue Stadträte wurden im Haus des Gastes vereidigt (von links): Walter Dietz, Florian Berwind, Bürgermeister Wolfgang Borst, Christian Bühler, Konrad Spiegel, Daniel Beyer, Britta Lutz, Ulrich Goschenhofer, Peter Troll, Alexander Häpp, Jens Weinkauf und Hans-Werner Ulrich.
    Elf neue Stadträte wurden im Haus des Gastes vereidigt (von links): Walter Dietz, Florian Berwind, Bürgermeister Wolfgang Borst, Christian Bühler, Konrad Spiegel, Daniel Beyer, Britta Lutz, Ulrich Goschenhofer, Peter Troll, Alexander Häpp, Jens Weinkauf und Hans-Werner Ulrich. Foto: Martin Schweiger
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