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    Haßfurt

    Gesundheitsamt Haßberge: Visier ersetzt keine Mund-Nase-Maske

    Coronavirus: Zahl der Infizierten im Haßbergkreis bleibt stabil. Die genaue Zahl der bisher getesteten Personen können die Behörden nicht nennen.
    'Zutritt nur mit Mund-Nasen-Bedeckung. Danke fürs Mitmachen'  steht auf einem Aufsteller vor einem Supermarkt in der Oberen Vorstadt in Haßfurt. Das Gesundheitsamt Haßberge stellt jetzt noch einmal heraus, das Visiere kein Ersatz für Mund-Nase-Masken sind.
    "Zutritt nur mit Mund-Nasen-Bedeckung. Danke fürs Mitmachen"  steht auf einem Aufsteller vor einem Supermarkt in der Oberen Vorstadt in Haßfurt. Das Gesundheitsamt Haßberge stellt jetzt noch einmal heraus, das Visiere kein Ersatz für Mund-Nase-Masken sind. Foto: René Ruprecht

    Auch zu Beginn der neuen Woche bleibt die Zahl der nachgewiesenermaßen mit dem Coronavirus infizierten Personen im Haßbergkreis konstant. Sie hatte am Sonntag bei 154 Fällen gelegen, und das war auch der Sachstand, den das Gesundheitsamt Haßberge am Montag um 12 Uhr meldete. Gleich geblieben war der Verlautbarung zufolge auch die Zahl der Männer, Frauen und Kinder, die genesen sind, sowie die 40 Patienten, die als erkrankt gelten. Gesunken von Sonntag auf Montag waren die Fälle häuslicher Quarantäne: Sie trifft mittlerweile nur noch auf 59 Bürgerinnen und Bürger zu. Fünf Menschen im Haßbergkreis sind bis dato an der Pandemie gestorben.

    Information nur bei positivem Testergebnis

    Auf Nachfrage dieser Redaktion erklärte Landratsamtssprecherin Moni Göhr, das Gesundheitsamt Haßberge habe bis dato 1421 Testungen auf das COVID-19-Virus durchgeführt. Wie hoch die Gesamtzahl der Testungen im Kreisgebiet sei, könne die Behörde nicht sagen: Denn auch die Haßberg-Kliniken, die niedergelassenen Hausärzte und der Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) führe Corona-Tests durch. "An der für die KVB und Hausärzte eingerichteten Drive-In-Teststation, die vom Landratsamt organisiert wird, wurden bisher 263 Abstriche gemacht", wusste Göhr aber zu berichten. Das Gesundheitsamt werde stets informiert, wenn ein Testergebnis positiv verlaufen sei.

    Warten auf das Resultat: Aktuell zwei Tage

    Zu der auch von Bürgern des Haßbergkreises immer wieder zu hörenden Kritik, von der Testung bis zum Testergebnis verstreiche viel zu viel Zeit, betonte die Pressesprecherin, auch hier könne sie nur Angaben zum Gesundheitsamt machen: "Seitdem die Laborkapazitäten ausgebaut wurden, liegen die Testergebnisse des Gesundheitsamtes zeitnah vor – aktuell dauert es zwei Tage", sagte Göhr.

    Aus aktuellem Anlass verweist das Gesundheitsamt darauf, dass Gesichtsvisiere oder Face-Shields nach Erkenntnis des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege kein gleichwertiger Ersatz für die Mund-Nase-Bedeckung mit Masken sind, da der Fremdschutz nicht vollständig gewährt wird. Der Hauptübertragungsweg von SARS-CoV-2 seien feine Tröpfchen in der Atemluft. Sinn des Mund-Nasen-Schutzes sei es primär, dass der Träger andere Personen vor den Tröpfchen und Partikeln aus seiner Atemluft schütze, so die Argumentation des Ministeriums. Es geht hier also vorrangig um Fremdschutz. 

    Sinn der Masken ist der Fremdschutz

     Bei den Visieren könnten sich Tröpfchen, vor allem durch die großzügige Öffnung nach unten und oben, nach wie vor leicht verteilen und dadurch insbesondere andere Personen mit kleiner Körpergröße oder Risikogruppen gefährden. Die relevante und notwendige Reduktion der Ausscheidung von Atemwegsviren durch das Visier sei hier nicht gewährleistet. "Daher ist der eigentlich Grund für die Maskenpflicht, die Verteilung der Viren durch die Atemluft zu reduzieren und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 zu reduzieren, nicht erfüllt", zitiert das Gesundheitsamt Haßberge das bayerische Gesundheitsministerium klar. Der Einsatz der Visiere könne also nur als zusätzlicher Schutz für den Eindringweg Auge betrachtet werden. Er entbinde nicht vom Tragen eines MNS oder sogar einer FFP2 Maske.

    Weitere Informationen rund um Corona gibt es auf der Internetseite des Landkreises Haßberge, die ständig aktualisiert wird, unter: www.hassberge.de.

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