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    Hofheim

    Hofheim hat eine erste E-Bike Ladestation

    Die E-Bike Ladestation in der Hofheimer Hauptstraße.
    Die E-Bike Ladestation in der Hofheimer Hauptstraße. Foto: Sabrina Buchinger

    Man hatte die E-Bike-Ladestation schon von vorneherein geplant, als es um die Grundplanung für den Innenausbau der Stadt ging, erzählt Bürgermeister Wolfgang Borst auf Anfrage dieser Redaktion. Die nötigen Elektroverteiler seien damals mit eingebaut worden. Bei dieser einen Station solle es aber nicht bleiben. Eine Weitere in der Innenstadt werde aufgestellt, sobald die Grüne-Marktstraße und die Landgerichtsstraße fertig saniert seien.

    Das Modell, für das sich die Stadt entschieden habe, kostete 700 Euro. Der Strom sei für den Nutzer kostenlos. Da die Leistung so fein abgesichert sei, dass man nichts Größeres anschließen könne, rentieren sich kein Zählersystem, so Borst. Die Wartung für ein Münzsystem sei teurer als die Einnahmen dadurch.

    Eigenes Ladekabel muss mitgebracht werden

    Es gibt auch andere Modelle wie in Schweinfurt oder auf dem Haßfurter Marktplatz, die pro Rad einen abschließbaren Spind haben. Diese würden aber ab 2500 Euro aufwärts kosten. Die Frage sei, was man will, meinte Borst. Für Hofheim fand man das nicht nötig, denn die Station befände sich nicht weit weg von der umliegenden Gastronomie und Geschäften. In der Regel sei die Aufladung in einer Stunde erledigt.

    Während man seinen Cappuccino oder Cocktail trinke oder beispielsweise im "Viva La Diva" einkaufen gehe, sei das Rad dann schnell wieder startklar.

    Es gibt drei Steckdosen, daneben drei Fahrradständer zum anlehnen. Zum Aufladen muss das eigene Ladekabel mitgebracht und am E-Bike sicher verstaut werden. Da es sich um normalen Haushaltsstrom handelt, kann im Notfall auch mal das Handy aufgeladen werden. Wolfgang Borst denke schon, dass es vorwiegend von Auswärtigen genutzt werde: "Gerade durch die Coronazeit fahren sehr viele mehr Fahrrad durch den Landkreis." Der Fahrradverkehr habe enorm zugenommen, weil man nicht weiter weg fahren konnte. Da sei es eine normale Sache, dass man nach einer Rundtour durch den Landkreis mal nachladen möchte. "Dass man auch sicher weiß, dass man auch wieder heim kommt" meinte Borst.

    Haßberg Tourismusinformation erfreut

    Aber auch langfristig sei Hofheim als Knotenpunkt für Radwege ein wichtiger Standort für eine Ladestation. Von Haßfurt kommend gehe es weiter nach Maroldsweisach oder über Reckertshausen nach Stadtlauringen. Außerdem werde gerade auch ein Radweg in Richtung Burgpreppach gebaut. "In so einem Knotenpunkt, denke ich, braucht man schon eine Möglichkeit, dass man mal nachläd", findet Borst. Er merke, dass viele damit unterwegs seien, wie auch er selbst seit zwei Jahren. Darum sah er einen Bedarf darin. Ein System mit Schließfächern werde in der Regel aber nicht benötigt, denke er.

    Für Susanne Volkheimer, Leiterin der Touristeninformation "Haßberg Tourismus", ist es besonders für die Umwelt eine gute Sache. Und sie empfiehlt eine Radtour entlang vom Hofheimerle. Sie sagt: "Sehr viele Radfahrer nutzen bei ihren Ausflügen in die Natur E-Bikes, damit können nahe gelegene Ausflugsziele selbst mit leichten Anstiegen perfekt erkundet werden. Während der E-Biker gemütlich zu Mittag essen kann, die historischen Altstadt erkundet, Kaffee trinkt oder in der Eisdiele einkehrt - wird der Akku wieder aufgeladen".

    Weitere Stationen im Hofheimer Raum geplant

    Im Landkreis Haßberge gibt es in Haßfurt noch eine Ladestation und ein paar Weitere in den angrenzenden Kreisen. Im Bereich der VG Hofheim sei dies aber die erste Station. Man werde sehen, wie die Nutzung ist und entsprechend weiter ausbauen.

    Die zweite Station in der Innenstadt komme wahrscheinlich in die Nähe des ehemaligen Schleckers oder auf den Marktplatz selbst. Denkbar wäre auch eine Station am Freibad. Am Hallenbad, das umgebaut werden soll, sei bereits eine Aufladung für E-Autos und auch E-Bikes im Kernkonzept enthalten.

    Am neugebauten Parkplatz in der Lendershäuser Straße, werde es für E-Autos auch Lademöglichkeiten geben, für E-Bikes aber nicht, denn das mache wenig Sinn an so einem Standort außerhalb der Innenstadt.

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