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    Ermershausen

    Haushalt von Ermershausen: Schwarze Null mit einem komfortablen Polster

    Der Gemeinderat von Ermershausen besichtigte mit Bürgermeister Günter Pfeiffer (Zweiter von rechts) besichtigt das Gelände der ehemaligen Schule in Ermershausen.
    Der Gemeinderat von Ermershausen besichtigte mit Bürgermeister Günter Pfeiffer (Zweiter von rechts) besichtigt das Gelände der ehemaligen Schule in Ermershausen. Foto: Beate Dahinten

    Von einem "soliden Haushalt" und einer "grundsätzlich stabilen Haushaltslage" sprach Bürgermeister Günter Pfeiffer. Mit coronabedingter Verspätung verabschiedete der Gemeinderat Ermershausen am Dienstag den Etat für 2020, der 2,7 Millionen Euro umfasst.

    Hauptindiz dafür, dass Pfeiffer gewiss nicht übertrieben hat: Die Gemeinde ist und bleibt schuldenfrei. Auch wenn laut Plan etwa 28 000 Euro aus den Rücklagen verwendet werden, um anstehende Investitionen mitzufinanzieren – das verbleibende Polster in Höhe von gut 1,3 Millionen Euro darf getrost als komfortabel bezeichnet werden.

    Und die freie Finanzspanne, also die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt, ist zwar auf dem Papier gleich Null. Hier machen sich die geplanten 80 000 Euro für Kanalsanierung bemerkbar. Allerdings ist laut Stefan Hellfeier von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hofheim und Bürgermeister Pfeiffer letztendlich mit einem Überschuss zu rechnen, ebenso wie im vergangenen Jahr. Der Haushalt sei auf Sicherheit geplant, sagte Pfeiffer dazu.

    Wald wirft kaum mehr Gewinn ab

    In Sachen Waldwirtschaft plant die Gemeinde nur noch ein geringes Plus in Höhe von 500 Euro ein. "Die Situation im Wald ist unübersichtlich", sagte Bürgermeister Pfeiffer. Im März/April seien 1700 Festmeter Holz angefallen, statt der geplanten 1000 Festmeter. Seitdem seien wieder Dürreschäden aufgetreten. "Die Haushaltsposition Wald lässt keine Spielräume mehr zu, diese Einnahmequelle wird versiegen", beschrieb Pfeiffer die Situation. Aktuell gehe es um Schadensbegrenzung. Andererseits sei es wichtig, den Waldumbau voranzutreiben, als Verpflichtung den nachfolgenden Generationen gegenüber. Es gibt aber auch ein "positives Signal", so Pfeiffer: 250 Pflanzen, im Frühjahr entgegen mancher Warnungen gesetzt, sind zum allergrößten Teil gut angewachsen.

    Abriss der Schule billiger als erwartet

    Der Abriss der ehemaligen Schule kommt nach derzeitigem Stand günstiger als vorgesehen. Das Gelände war eine von zwei Stationen des Besichtigungsprogramms vor der eigentlichen Sitzung im Sportheim. Vom angefallenen Material ist schon die Hälfte abtransportiert, um wiederverwendet zu werden. Die Gemeinde will unter anderem einen Flurweg in der Au herrichten. Kleinere Mengen werden nach wie vor an Bürger abgegeben.

    Für das etwa 3000 Quadratmeter große Grundstück gibt es zwei Konzepte. Eine Variante: zwei kleine Bauplätze mit jeweils ungefähr 700 Quadratmetern und einen großen, auf dem die Gemeinde möglicherweise einmal ein Mehrparteienhaus mit Mietwohnungen errichtet oder ihn verkauft. Der andere Gedanke besteht darin, gleich vier kleinere Bauplätze zu schaffen.

    Die Kosten für ein Armbecken an der neuen Kneippanlage fallen laut Pfeiffer auch nicht ganz so hoch aus wie im Haushalt vorgesehen. Außerdem gibt es einen Zuschuss von maximal 80 Prozent aus dem so genannten Regionalbudget. Aus dem gleichen Programm wird die Erneuerung der Tische und Bänke am Spielplatz gefördert. Mit 4300 Euro sind die Kosten angesetzt, rund 1400 Euro beträgt der Eigenanteil der Gemeinde. Beiden Vorhaben stimmte das Gremium am Dienstag zu.

    Der Investitionsplan über das laufende Jahr hinaus enthält unter anderem die Neugestaltung des Bereichs am Feuerwehrhaus und die Kläranlage Birkenfeld. Außerdem möchte Pfeiffer die noch unerschlossenen Bauplätze am Wildenbergerring im Baugebiet "Belzig" angehen, damit sie bei Interesse zügig verkauft werden können.

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