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    IPHOFEN

    13. Rohstoffkolloquium in Iphofen

    Knauf regiert von seiner Zentrale in Iphofen aus (Bild) seinen weltweiten Gipskonzern. Foto: Andreas Brachs

    Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe (ABBM) vertritt als Wirtschaftsverband die gemeinsamen wirtschaftlichen, umwelt- und rohstoffpolitischen Interessen der Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe in Bayern. Vorsitzender des Vorstands ist Manfred Hoffmann. Alle zwei Jahre organisiert der Verband laut Pressemitteilung das Bayerische Rohstoffkolloquium, das in den Räumen der Knauf Gips KG in Iphofen stattfindet.

    Landrätin Tamara Bischof zeigte sich in ihrem Grußwort fachkundig in Rohstoffgewinnung und Biotopen und ermunterte die Firmen zu Öffentlichkeitsarbeit für ihre Belange, so die Mitteilung.

    Artenschutzbericht

    Im ersten Block berichteten Brigitte Kraft vom Landesbund für Vogelschutz und Roland Beitlich von Andreas Thaler & Co, Kies und Sandwerk, über die erfolgreiche Kooperation beim Artenschutz in temporären Biotopen. Offenbar tut sich auch auf Bundesebene etwas zur Rechtssicherheit bei „Natur auf Zeit“, was natürlich auch in der Industrie generell enorme Potenziale im Artenschutz freisetzen könnte, beispielsweise auf temporären Brachflächen.

    Christine Brahm vom Landesamt für Umwelt in Bayern, erläuterte den Stand einer Arbeitshilfe zur saP, zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung, einer bayerischen Besonderheit, wenn es bei Eingriffen um Beurteilung der Relevanz gemäß Paragraph 44 des Bundesnaturschutzgesetzes geht.

    Aktualisierter Rohstoffbericht

    Der zweite Block drehte sich um die Lage in der Rohstoffsicherung. Andreas Würth, seit letztem Jahr Leiter des Referats Bergbau, Rohstoffpolitik, Geothermie im bayerischen Wirtschaftsministerium, hat es in die Hand genommen, den zuletzt im Jahr 2002 herausgegebenen Rohstoffbericht zu aktualisieren.

    Christoph Heim umriss im Anschluss die unzureichende Rohstoffsicherung in Bayern. In diesem Bereich hinke man hinter anderen Bundesländern weit hinterher. Der laufende Bedarf sei nachhaltig hoch und eine Verknappung gerade bei den Massenrohstoffen Sand und Kies mittlerweile regional gegeben. Rohstoff müsse ein eigenes Schutzgut werden.

    Digitale Vernetzung

    Zuletzt schilderte Marc Dohmen die Chancen der digitalen Vernetzung und Datenaufbereitung nicht nur für schnelle und exakte Lagerstättenaufnahmen, sondern für eine kosten- und umweltschonende Effizienz des Abbaus.

    Die Teilnehmer wurden am Abend von der Bergmanns-Kapelle der Knauf Gips KG im Innenhof des Knauf-Museums begrüßt und der Tag wurde mit einem stimmungsvollen Abendessen im Festsaal abgeschlossen.

    Bearbeitet von Lena Köster

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