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    Michelfeld

    Alarmierung der Michelfelder Wehr kann schwierig werden

    Ehrungen und eine Wahl bei der Michelfelder Feuerwehr (von links): Der neue Kassier Norbert Bücherl, Björn Scherer, Friedrich Holler, Peter Kraft, Richard Haack, Herbert Wirsing, Landrätin Tamara Bischof und Kommandant Michael Kraft. Foto: Regina Sterk

    Die Michelfelder Feuerwehr ist gut aufgestellt, das zeigte sich bei der Hauptversammlung am Samstag im Bürgersaal der Alten Schule. Kommandant Michael Kraft berichtete, dass die Wehr derzeit 45 aktive Mitglieder habe, bei 450 Einwohnern ist das beachtlich.

    Die sieben Einsätze des vergangenen Jahres konnten die Männer und Frauen gut bewältigen, das lag auch an der neuesten Anschaffung der Wehr: Im Sommer wurde der Mannschaftstransportwagen pünktlich zum Seefest geliefert. An Bord befindet sich unter anderem modernes Material zur Absicherung im Straßenverkehr. Außerdem hat sich Wehr inzwischen einen Faltbehälter für die mobile Wasserspeicherung um den häufigen Wald- und Feldbränden Rechnung zu tragen. Technisch ist die Wehr also auf dem neuesten Stand, auch durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Marktsteft ergeben sich gute Synergieeffekte.

    Der "Rote Knopf" an der Alten Schule

    Probleme macht allerdings die Alarmierung: Was tun, wenn etwa bei Sturmereignissen das Telefon ausfällt? Kraft erinnerte daran, dass es immer noch den "Roten Knopf" an der Alten Schule gebe, der direkt Sirenenalarm auslöse. Wer den drückt, muss warten bis die Einsatzkräfte da sind und Auskunft geben, was passiert ist. Umgekehrt ist es aber manchmal auch gar nicht so einfach, die Einsatzkräfte zu alarmieren: Nicht jeder hat einen Meldeempfänger und die Sirene geht bei Stromausfall auch nicht.

    Zwar gibt es eine SMS-Alarmierung, diese wird allerdings durch mangelnden Empfang ausgehebelt. Der Kommandant hatte dazu einen Lösungsvorschlag: Beim Ehrenkommandanten solle ein Meldeempfänger stationiert werden. Wenn dieser Alarm auslöst, soll der Ruhestandsfeuerwehrler das Einsatzauto herausfahren und mit der Fahrzeugsirene die Kameraden alarmieren. Wie die Michelfelder das Problem lösen, bleibt abzuwarten.

    Bürgermeister wünscht sich mehr Zusammenwachsen

    Vorerst gab es Lob und Dankesworte von Landrätin Tamara Bischof, die sich vor allem über die gute Jugendarbeit der Wehr freute. Elf Jugendliche werden derzeit ausgebildet, damit ist für die Zukunft gesorgt. Da auch die Michelfelder Wehr beim tödlichen Unfall des Kitzinger Kommandanten Marcus Ungerer im Einsatz war, drückte die Landrätin ihr Mitgefühl aus und wünschte allen, gesund von den Einsätzen wieder zurück zu kommen.

    Bürgermeister Thomas Reichert erklärte, er sei stolz, dass Michelfeld ein scharfes Profil habe und trotzdem gut mit dem Nachbarn Marktsteft zusammenarbeite. Er wünschte sich noch mehr Zusammenwachsen, sowohl in der Ausbildung als auch bei der Nutzung der Ausrüstung. "Eine intakte Wehr kann am besten helfen", hob er hervor. Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht machte klar, dass die Feuerwehr nie arbeitslos werde, ihre Aufgaben würden aber immer vielfältiger. "Wir brauchen deshalb jeden einzelnen von euch!" meinte er.

    Der Vorsitzende Gerhard Wolf hatte zuletzt auch das Kassenbuch geführt. Er konnte für 2018 ein positives Ergebnis vermelden, obwohl das Seefest als einzige Einnahmequelle wegen großer Hitze nicht gut besucht war. Um Wolf die Doppelbelastung zu nehmen, wurde am Samstag ein neue Kassier gewählt: Norbert Bücherl übernimmt künftig dieses Amt.

    Insgesamt sechs Männer wurden für ihren Dienst am Nächsten geehrt. Für 25 Jahre waren dies Herbert Wirsing, Peter Kraft und Björn Scherer. Seit 40 Jahren sind Ingo Reinertz, Friedrich Holler und Richard Haack aktiv. 

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