• aktualisiert:

    Mainbernheim

    Anwohner bekommen mehr Geld für Sanierungen in Mainbernheim

    Für die Anwohner im Altort von Mainbernheim, die ihr Anwesen sanieren, gibt es ab 1. Januar 2020 mehr Zuschuss. 22 500 Euro sind möglich, wer energetisch etwas tut, kann sogar 30 000 Euro bekommen.

    Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den bisherigen Fördersatz beim Kommunalen Förderprogramm zu erhöhen, um einen höheren Anreiz zu schaffen, Gebäude und Anwesen im Geltungsbereich der Sanierungssatzung und der Gestaltungssatzung zu sanieren. Bisher hatte es 15 000 Euro für rein bauliche Sanierungsmaßnahmen gegeben und weitere 5000 Euro bei zusätzlichen energetischen Verbesserungen.

    Der Vorschlag, künftig 25 000 Euro für rein bauliche Maßnahmen zu gewähren und energetische Verbesserungen weiterhin mit 5000 Euro zu fördern, stieß bei den Stadtratsmitgliedern Ute Wandera und Robert Finster auf Kritik. Sie hätten energetische Verbesserungen gerne höher bezuschusst gesehen.

    Einigung nach langem Hin und Her

    Nach langem Hin und Her und etlichen Erläuterungen zu energetischen Verbesserungen – eine neue Heizungsanlage zählt dazu nämlich nicht – einigte sich der Stadtrat mit acht gegen fünf Stimmen darauf, 7500 Euro zu gewähren. Dafür gibt es für rein bauliche Maßnahmen nur 22 500 Euro, sodass die Gesamtsumme von 30 000 Euro bestehen bleibt.

    Eine Einigung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wegen der Gestaltung des geplanten Norma-Marktes an der Bundesstraße 8 steht zwar noch aus, der Stadtrat beschäftigt sich dennoch schon mit den eingegangenen Anregungen und Hinweisen im Rahmen der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (33 Stück) und der Bürgerbeteiligung (eine).

    Grundsätzlich könne man feststellen, dass die maßgeblichen Behörden und Träger öffentlicher Belange keine Einwände gegen die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes erheben, informierte Bürgermeister Peter Kraus. So verträten der Regionale Planungsverband und die Regierung von Unterfranken die Auffassung, dass die Errichtung eines Lebensmittelmarktes einschließlich eines Fachmarktes – hier wünscht sich die Stadt einen Metzger – mit einer Verkaufsfläche von maximal 1200 Quadratmetern den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung entsprechen. Gleichwohl gelte es, der Aufforderung des Sachgebiets Städtebau der Regierung von Unterfranken Beachtung zu schenken, betonte Kraus. Denn es müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, den bestehenden Einzelhandel im Stadtgebiet zu unterstützen.

    Rödelsee hat abgelehnt

    Ein Anlieger hätte, wie dieser auch in der Sitzung betonte, nichts gegen den Markt, allerdings lehne er die beabsichtigten Aufschüttungen ab, weil er negative Auswirkungen auf sein Grundstück befürchtet. Wegen der Höhe will die Stadt nochmals mit dem Bauherrn sprechen.

    Ausführlich begründet hat die Gemeinde Rödelsee ihre Ablehnung. Sie sieht Beeinträchtigungen für den Dorfladen in der Gemeinde durch die Ansiedlung eines Vollsortimenters. Hier verwies der Stadtrat auf die Stellungnahmen der Regierung und des Planungsverbandes. Kraus betonte, dass die Stadt die Nahversorgung ihrer Bevölkerung sichere, gerade mit Hinblick auf die weitere Bevölkerungsentwicklung.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!