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    IPHOFEN

    Attackenfrei durch das Kreisbürgerfest

    Der CSU-Generalsekretär und Festredner Markus Blume (Dritter von rechts) zog mit dem Kreisvorsitzenden Otto Hünnerkopf (... Foto: Hartmut Hess

    „Vor zehn Jahren war die Welt fundamental noch in Ordnung.“ Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume als Festredner des CSU-Kreisbürgerfestes in der Iphöfer Karl-Knauf-Halle und meinte damit nicht nur die politische Lage.

    Auch die im Landkreis traditionellen CSU-Kreisbürgerfeste haben sich verändert. Einst wurden die CSU-Spitzenpolitiker mit dem Defiliermarsch empfangen und füllten Festzelte mit 1500 und mehr Menschen. Generalsekretäre verkörperten die Abteilung Attacke. Das war in diesem Jahr moderater. Markus Blume ritt vor 130 Zuhörern kaum verbale Attacken. Er zog mit den Stimmkreiskandidaten für die Landtags- und Bezirkstagwahl ein und schüttelte viele Hände. Dann zeichnete er 50 Minuten lang ein rosarotes Bild vom CSU-regierten Freistaat.

    „Bei allem, was wir noch besser machen können, sollten wir uns bewusst sein, wie gut es uns hier in Bayern geht“, sagte der Chef der CSU-Grundsatzkommission. Bayern habe sich seit dem Krisenjahr 2008 so stark entwickelt wie kaum davor. Niedrigste Arbeitslosenzahl, ein rasant gestiegenes Bruttoinlandsprodukt und Rekordinvestitionen würden Bayern auszeichnen. Dass zeitgleich noch mehrere Milliarden Euro an Schulden abgebaut wurden, zeige die Leistungsfähigkeit des Freistaats.

    Bayern soll Bayern bleiben

    „Wir wollen, dass Bayern bleibt wie es ist“, sagte der Münchner Politiker. Vater dieses Erfolgs sei die CSU, die seit sechs Jahrzehnten hier regiere. Seine Botschaft: Nur wenn die CSU weiterhin den Freistaat regiere, werde Bayern seine Einzigartigkeit behalten können. Ministerpräsident Markus Söder habe bewiesen, dass er den Freistaat sehr gut führe und viele Dinge für das Land und seine Menschen anschieben konnte.

    Markus Blume wandte sich gegen Populisten von links und rechts, die die Bevölkerung spalten wollten. Freiheit und Sicherheit gehörten elementar zusammen. Blume forderte einen starken Staat, um die Gesetze durchzusetzen. „Wer, wie unser Bundesinnenminister, Recht und Gesetz in unserem Land durchsetzt, der verdient unsere volle Unterstützung“, forderte der Generalsekretär.

    Die Flüchtlingsproblematik sei nur international zu bewältigen. Es gelte, Humanität zu praktizieren und gleichzeitig das Land nicht zu überfordern. Den größten Applaus erntete Blume, als er forderte, dass sich Zuwanderer unserer Gesellschaft anzupassen hätten – und nicht umgekehrt. Markus Blume streifte Themen wie die Familien- und Pflegepolitik, den Abbau des Solidaritätszuschlags oder den freien Welthandel. Es gelte, die Zukunft zu gestalten, damit Vorzeige-Unternehmen wie Knauf die Welt erobern und die Wirtschaftskraft ausbauen können.

    Otto Hünnerkopf stellte die Direktkandidaten Barbara Becker (Landtag) und Gerlinde Martin (Bezirkstag) sowie die Listenkandidaten Tibor Brumme (Landtag) und Christine Bender (Bezirkstag) vor. Ortsverbands-Vorsitzender Uwe Matheus freute sich, den ehemaligen Bundesminister Michael Glos, den Unternehmer Nikolaus Knauf sowie den Hausherrn, Iphofens Bürgermeister Josef Mend, begrüßen zu können. Die Bergmannskapelle Knauf sorgte für die Musik.

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