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    Kitzingen

    Barbara Stamm lobt Landfrauen als Vermittler wichtiger Werte

    Der Landfrauenchor stimmt die anwesenden Teilnehmer und Gäste auf den Vormittag ein. Foto: Christine Pfanzer

    Unter dem Motto "Schlüsselmomente – ‚Was mich prägt – Was mich trägt‘" stand am Dienstag der jährliche Landfrauentag im Dekanatszentrum in Kitzingen. Die Veranstaltung des Bayerischen Bauernverbandes begann um 9.30 Uhr mit einer ökumenischen Andacht mit der neuen evangelischen Dekanin Kerstin Baderschneider und Pfarrer Gerhard Spöckl vom Dekanatszentrum. Die beiden lobten die schöne Tradition des Landfrauentages, der die evangelische und katholische Kirche miteinander verbindet. Die circa 300 Teilnehmer und Ehrengäste wurden nicht nur durch adventliche Ansprachen der beiden Geistlichen, sondern auch durch einige Lieder, die die Anwesenden mitsangen, in weihnachtliche Stimmung versetzt.

    Bevor die Kreisbäuerin Anette vom Berg-Erbar die Besucher begrüßte, stimmte der Landfrauenchor mit mehreren Liedern auf den verbleibenden Vormittag ein. Da es an diesem Tag um die Schlüsselmomente im Leben eines jeden Einzelnen gehen sollte, verwies die Vorsitzende Kreisbäuerin auf das mit Segelschiffen drapierte Bühnenbild. Dieses sollte einen Denkanstoß geben und die Lebensschiffe der Bauern, Winzer und Gärtner darstellen, die ab und an auch durch unruhige Gewässer fahren müssen. Dies stelle zugleich die derzeitige Situation vieler Bauern dar, weshalb es in letzter Zeit viele Demonstrationen von Seiten der Landwirte gegeben habe.

    Klarer Wunsch: Politik soll unterstützen

    Hierdurch wurden viele junge Menschen mobilisiert und die Gesellschaft nehme die Probleme und Ängste der Bauern wieder intensiver wahr. Es werde jedoch weiterhin eine klare Unterstützung von Seiten der Politik gewünscht. Vom Berg-Erbar wünschte allen Anwesenden viel Mut, damit sie diese schwierigen Zeiten überstehen und übergab das Wort an Barbara Stamm.

    Die ehemalige bayerische Landtagspräsidentin lobt die Arbeit der Landfrauen. Foto: Christine Pfanzer

    Die ehemalige bayerische Landtagspräsidentin, die die ersten Lebensjahr selbst in einer landwirtschaftlichen Familie verbrachte, lobte die großartige Arbeit der Landfrauen. Man müsse ihnen und ihren Männern viel Wertschätzung entgegenbringen, da sie für Werte wie Familienzusammenhalt, Fürsorge und das Weitertragen von Traditionen in unserer Gesellschaft stünden. Doch das Ansehen der landwirtschaftlichen Branche in der Bevölkerung sei gering, obwohl sich die Mehrheit der Bauern, Winzer und Gärtner für das Tierwohl, die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz einsetze.

    Barbara Stamm: Nicht alle über einen Kamm scheren

    Es seien jedoch einige wenige Ausnahmen, die ein schlechtes Licht auf die landwirtschaftliche Branche werfen. Dadurch werden alle in Verantwortung genommen und über einen Kamm geschoren. Dies dürfe laut Stamm nicht passieren, da dies die Würde der rechtschaffenen Landwirte verletze.

    Kreisbäuerin Anette vom Berg-Erbar begrüßt die anwesenden Gäste zum Landfrauentag 2019. Foto: Christine Pfanzer

    Ferner lobte sie das Projekt "Landfrauen machen Schule", das Kindern in Kursen die Bedeutung einer gesunden Ernährung mit saisonalen und regionalen Produkten nahe bringt. Hierbei können die Schüler unter anderem Einblicke in die Erzeugung von Lebensmitteln bekommen und so Landwirtschaft hautnah erleben. Laut Stamm brauchen wir also eine Kultur des Hinsehens, nicht des Wegsehens.

    Der Landfrauenchor stimmt die anwesenden Teilnehmer und Gäste auf den Vormittag ein. Foto: Christine Pfanzer

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