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    MÜNSTERSCHWARZACH

    Benediktinerpater Fidelis Ruppert feierte 80. Geburtstag

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    Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag ist für Benediktinerpater Fidelis Ruppert ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: Der ehemalige Abt von Münsterschwarzach besuchte zum ersten Mal in seinem Leben das Makarios-Kloster in Ägypten, informiert die Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats in Würzburg.

    In dem Land am Nil haben die Wüstenväter vor 1500 Jahren die Wurzeln des klösterlichen Lebens gelegt. Quellen, die er sein Leben lang studiert und in das Alltagsleben der Mönche übertragen hat – vor allem in seiner Amtszeit als Abt von 1982 bis 2006. Am Dienstag feierte Ruppert 80. Geburtstag. 1938 in Plankstadt bei Heidelberg geboren, trat Gerhard Ruppert im April 1959 nach dem Abitur in das Kloster in Münsterschwarzach ein und nahm den Ordensnamen Fidelis an.

    Er studierte Theologie und Philosophie in Sankt Ottilien, Würzburg und Rom. 1979 wurde Ruppert zum Prior ernannt und vier Jahre später – nach dem Amtsverzicht von Abt Bonifaz Vogel – zum 74. Abt der Abtei Münsterschwarzach gewählt. Ein Amt, das er fast 25 Jahre innehatte.

    Sein Engagement für neue Ideen im Klosterleben schlug sich beispielsweise in der Einführung der Dekanien in Münsterschwarzach nieder, die eigentlich schon in der Benediktsregel grundgelegt sind, aber bislang nicht umgesetzt worden waren. Es handelt sich dabei um Gruppen von zehn bis zwölf Mönchen, die miteinander über Probleme und offene Fragen sprechen.

    In seine Amtszeit fiel die Renovierung der Abteikirche oder die Gründung des Recollectio-Hauses. Nachdem er 2006 sein Amt an Abt Michael Reepen abgegeben hatte, ging Ruppert ein halbes Jahr nach Afrika. In den Jahren danach entwickelte er Kurse wie „Benediktinische Exerzitien“ oder den Jahreskurs „Benediktinisch leben“, aus dem später die Benediktinische Weggemeinschaft hervorging.

    Sein Ansatz war wieder, die Quellen wie die Benediktsregel in den Alltag heutiger Menschen zu übersetzen. Daneben schrieb er Bücher, ist als Seelsorger tätig und widmet sich dem Studium der monastischen Überlieferung und Spiritualität. „Ich liebe die Stille und bin froh, wenn ich Zeit für mich habe“, sagt der Jubilar. Dabei könnte er sich auch ein Leben als Einsiedler vorstellen und verbringt auch gern längere Zeit auf dem Winkelhof im Steigerwald. „Da hat man nicht mal Handyempfang“, freut er sich über die Abgeschiedenheit, die er dort findet. Foto: Thomas Morus Betram

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