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    MARKTBREIT

    Bürgeranregung bringt Räte ins Wanken

    Schiffe wirbeln den Schlamm auf, der in die Badebucht gespült wird und sich am Steindamm festsetzt. Foto: Max Schäfer

    Versiegeln oder versickern? Das war die zentrale Frage bei der Neuanlage des Parkplatzes im Bereich der Pizzeria am Main in Marktbreit am Montagabend im Bauausschuss. Am Ende einigten sich die Räte darauf, den Entwurf an den Planer mit einigen Vorgaben und Alternativvorschlägen zurückzugeben.

    Heinz Galuschka war es bei einem Ortstermin, der auf den Zustand des Sc

    hotterparkplatzes nahe der Marktbreiter Badebucht und des neuen Spielplatzes hinwies: Mit viel Geld gestalte die Stadt gerade den Mainuferbereich neu, da könnte doch Mittel für die Sanierung des Parkplatzes übrig sein. Bürgermeister Erich Hegwein nahm die Anregung auf und ließ ein Planungsbüro diese „unschöne Ecke“ (Hegwein), die Christiane Berneth gar als „dieses Loch“ bezeichnete, überplanen zu lassen.

    Nach diesem Entwurf könnten in zwei Bauabschnitten 83 Stellplätze geschaffen werden, wobei die Fahrbereiche in Asphalt und die eigentlichen Stellplätze in wassergebundener Decke mit Abgrenzungen aus Pflasterzeilen entstehen sollten. Für Berneth zu viel Asphalt: Im Überschwemmungsbereich sollten die Fahrspuren versickerungsfähig ausgebaut werden. Auch die Parkplatzbreite von 2,50 Metern stieß auf Widerstand: Alexander Mader regte an, die Buchten auf drei Meter zu erweitern und zudem auf eine Pflastermarkierung zu verzichten.

    Nach einiger Diskussion einigte sich der Ausschuss darauf, die Pläne mit folgenden Maßgaben neu erstellen zu lassen: Die komplette Fläche soll in einem Bauabschnitt gemacht werden, die Stellplätze drei Meter Breite erhalten und eine Kalkulation für Asphalt und alternativ versickerungsfähigem Pflaster erstellt werden.

    Der Behindertenparkplatz auf dem Schlossplatz ist wegen der Enge nicht sonderlich praktikabel, so eine Anregung einer betroffenen Bürgerin, die eine Verlegung an andere Stelle beantragte. Schnell einigten sich die Räte darauf, den Parkplatz künftig in die Pfarrgasse direkt am Schloss auszuweisen. Allerdings wird der Beschluss nicht umgesetzt. Denn eine Anregung aus den Reihen der Zuhörer schien noch attraktiver: Den Parkplatz oberhalb der Apotheke in der Bahnhofstraße anzuordnen. Die Fläche dort ist für zwei Stellplätze zu klein und könnte somit genügend Raum für einen behindertengerechten Parkplatz bieten. Die Räte kamen mit ihrem zuvor gefassten Beschluss ins Wanken. Da aber aus rechtlichen Gründen ein weiter Beschluss in der gleichen Sitzung problematisch ist, sagte der Bürgermeister zu, die vorherige Entscheidung vorerst nicht zu vollziehen und in der nächsten Bauausschusssitzung einen Ortstermin zu dieser Thematik anzusetzen.

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