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    Marktsteft

    Bürgermeister Reichert zur BNE-Station: Angst vor Eskalation

    Warum Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert zum Thema BNE-Station schwieg, war Thema im Stadtrat. Der Kreissausschuss hat die Umweltstation erneut auf der Tagesordnung.
    Im Alten Hafen von Marktsteft soll die Umweltstation des Landkreises entstehen. Im Bild der geschlossene Eingang zur Hafenbar.
    Im Alten Hafen von Marktsteft soll die Umweltstation des Landkreises entstehen. Im Bild der geschlossene Eingang zur Hafenbar. Foto: Julia Lucia

    Nach wie vor ist es für einige Marktstefter Räte unverständlich, warum Bürgermeister Thomas Reichert in der Kreisausschusssitzung im Februar diesen Jahres trotz Aufforderung durch die Landrätin keine Stellungnahme zur geplanten Umweltstation (BNE, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung) im Gebäude des ehemaligen Hafens seiner Stadt machte.

    Bernhard Etzelmüller brachte es gleich zu Beginn der Stadtratssitzung am Mittwochabend ins Gespräch, es sollte Niederschlag im Protokoll finden. Denn es gebe "zwiespältige Aussagen" dazu, die doch vom Bürgermeister geklärt werden sollten.

    Vorab mit Landrätin Tamara Bischof geredet

    Schon vor Beginn der Kreisausschusssitzung habe er sich vorgenommen, so Reichert, keine Stellungnahme zur geplanten BNE-Station abzugeben. Dies habe er seiner Meinung nach auch denjenigen Ausschussmitgliedern kommuniziert, die er vor der Sitzung begrüßt hatte, darunter etlichen Bürgermeistern und Landrätin Tamara Bischof. Das wurde wohl nicht von allen so verstanden. "Ich hatte mit manchen Dingen einen Brass und Angst vor einer Eskalierung", so Reichert am Mittwoch zur Erklärung.

    Das alles hatte dann wohl erst recht zur Eskalation geführt. Ein Schreiben der Landrätin noch vor der Wahl wurde dann als Kampagne der Freien Wähler uminterpretiert, so Etzelmüller, der sein Erstaunen über Reicherts Verhalten ausdrückte und gleichzeitig Offenheit forderte, denn "wir brauchen jetzt wieder Vertrauen". Immerhin ist Reichert als Bürgermeister in Marktsteft wiedergewählt. Da sollte in den kommenden Jahren auch wieder gut zusammen gearbeitet werden.

    Unstimmigkeiten sind ausgeräumt

    Bürgermeister Reichert hatte zwischenzeitlich ein längeres Gespräch mit Landrätin Tamara Bischof, habe sich entschuldigt und Unstimmigkeiten aus dem Weg geräumt. "Was war, sollte dort bleiben, wo es war" sagte Reichert. "Damit ist das Thema für mich erledigt." Dem stimmte Etzelmüller weitgehend zu, so der Sachverhalt nun auch allgemein zur Kenntnis genommen werde.

    Erneut die Chance, sich zu äußern, hat Reichert in der Sitzung des Kreisausschusses am Donnerstag um 14 Uhr im Landratsamt. Dann steht das Thema Umweltstation erneut auf der Tagesordnung.

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