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    Biebelried

    Bürgermeister-Wahl: Ein Gegenkandidat aus den eigenen Reihen

    Gemeinderatsmitglied Manfred Kleinschrodt (CSU) möchte auch Biebelrieder Bürgermeister werden. Foto: Kleinschrodt

    Biebelried ist immer wieder für Überraschungen gut: Manfred Kleinschrodt, mit fast 18 Jahren im Gemeinderat eines der dienstältesten Mitglieder, aber mit 49 Jahren zugleich einer der Jüngsten im Gremium, möchte im kommenden Jahr im März bei den Kommunalwahlen Bürgermeister werden. Damit fordert er seinen CSU-Parteifreund und amtierenden Bürgermeister Roland Hoh heraus.

    Der amtierende Bürgermeister Roland Hoh (CSU) möchte sein Amt behalten. Foto: Gerhard Krämer

    Im März dieses Jahres hatte Biebelrieds Bürgermeister Roland Hoh (59) gegenüber dieser Redaktion bekannt gegeben, dass er wieder kandidieren wird. "Ich trete wieder an, weil ich das Angefangene in Biebelried, Kaltensondheim und Westheim zu Ende bringen will", hatte er damals gesagt und daran habe sich auch nichts geändert, wie er auf Nachfrage bekräftigt. Hoh war im Jahr 2014 gegen die damals amtierende Bürgermeisterin Renate Zirndt von der Allgemeinen Bürgerliste angetreten und hatte gewonnen. Neben Hoh stellt die Verbindung CSU/Freie Bürger derzeit sieben Ratsmitglieder, die Allgemeine Bürgerliste fünf. "Ich werde definitiv kandidieren und will mein Amt verteidigen", betont Bürgermeister Hoh, der im Hauptberuf Bauleiter ist.

    Bewerbung kommt überraschend

    Nach der Ankündigung Hohs zu einer erneuten Kandidatur hatte man bislang erwarten dürfen, dass es möglicherweise einen Gegenkandidaten oder eine Gegenkandidatin geben wird, möglicherweise aus den Reihen der Allgemeinen Bürgerliste. Dass nun aus Hohs eigenen Reihen ein weiterer Bewerber seinen Hut in den Ring wirft, kommt überraschend und wirft Fragen auf.

    Seine Kandidatur habe nichts mit der Person Roland Hoh zu tun, erklärt Kleinschrodt, der auch CSU-Ortsvorsitzender ist, und betont: "Roland war sechs Jahre ein guter Bürgermeister, wir haben ihn immer unterstützt und alles gemeinsam gemacht." Dass nun zwei von der CSU antreten, darin sieht er keine negativen Auswirkungen. "Wir haben miteinander gesprochen; wir sind uns nicht spinnefeind", bekräftigt Kleinschrodt.

    Kleinschrodt: "Ich möchte jetzt einen Schritt weitergehen"

    Er sei nun 18 Jahre im Gemeinderat, kenne das Geschäft ganz gut. "Ich möchte jetzt einen Schritt weitergehen", begründet er seine Ambitionen. Er möchte dazu beitragen, Biebelried und seine beiden Ortsteile weiter nach vorn zu bringen. Er werde im kommenden Jahr 50 Jahre alt, seine Kinder seien groß, jetzt könne er es angehen. Beruflich ist er bei einer Autoteile-Firma tätig.

    Er wünscht sich eine Liste für die Gemeinde, wobei er noch nicht wisse, ob es auch wieder eine Allgemeine Bürgerliste gebe. Für die CSU/Freie Bürger-Liste hat er schon nach eigenen Worten gute Kandidaten gefunden.

    Wann die Nominierungsversammlung stattfindet, steht noch nicht fest. Falls er ausgewählt werden sollte, hofft er auf die Unterstützung des anderen Kandidaten, verdeutlicht Kleinschrodt sein Demokratieverständnis. Rein theoretisch könnte der in der Nominierungsversammlung unterlegene Bewerber aber auch von anderen nominiert werden und für eine andere Wähler-Gruppierung antreten. Es bleibt also spannend in Biebelried.

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