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    Rödelsee

    CSU-Nominierung: Standing Ovations für Bürgermeister Klein

    Einstimmig nominierten die Mitglieder der Rödelseer CSU "ihren" Bürgermeister Burkhard Klein für dessen erneute Kandidatur. Dieser stellte neue Ziele für die Gemeinde vor.
    Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein strebt eine vierte Amtszeit an. Foto: Gerhard Krämer

    Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein strebt seine vierte Amtszeit an. Einstimmig nominierte die CSU den 53-Jährigen. Mit Standing Ovations bekräftigten sie das Votum. Ebenso einstimmig beschlossen die Mitglieder die Liste für den Gemeinderat, an deren Spitze Klein steht. Dieser nannte dann auch seine Ziele: Unter anderem möchte Klein eine kohlendioxidneutrale Gemeinde und einen autofreien Schwanberg.

    Bürgermeister Klein blickte zurück auf seine 18-jährige Amtszeit. "In diesen 18 Jahren haben wir gemeinsam für unsere Gemeinde viel erreicht", bilanzierte er. "Wir haben mit Weitblick investiert." Nicht zuletzt deswegen sei es gelungen, den Schuldenstand von 3000 auf unter 600 Euro pro Kopf abzubauen. Die Einwohnerzahl sei von 1500 auf aktuell 1840 gestiegen. Dies sei gelungen, weil "wir Mut hatten – Mut, Baugebiete auszuweisen". Zur höheren Einwohnerzahl tragen auch die höheren Geburtenzahlen bei. Die Äußerung Kleins, dass dies nicht an ihm oder dem Gemeinderat liege, löste eine gewisse Heiterkeit aus.

    Ein Angebot an alle Vereine

    Zur Entwicklung der Gemeinde gehört auch die Förderung von Vereinen und Organisationen. Dies sei ein Angebot an alle Vereine. Klein streifte des Weiteren Kindergarten, Schule, Jugend- und Seniorenarbeit, Städtebauförderung und Dorferneuerung, Tourismus, Fair-Trade-Gemeinde und die jüngst beschlossene "Herdprämie" für die Schaffung zusätzlichen Parkraums durch Privatpersonen. Hier zeichne sich eine Bereitschaft ab, informierte Klein.

    Man müsse ihn nicht mögen und man müsse nicht für alles sein. Aber man dürfe nicht gegen das sein, was demokratisch beschlossen worden ist, verdeutlichte Klein. "Wir sind für alle da." Nach dieser Maxime werde gehandelt.

    "Millionenschwere Beschlüsse habe der Gemeinderat schon gefasst. Dazu zählten Kanalsanierungen, die Umgestaltung des Bauhofs oder die Feuerwehr. Ja, er habe neue Visionen und Ideen oder auch "Spinnereien", sagte Klein in seiner Rede. Denn er "brenne für die Gemeinde". Deshalb gebe es Punkte, die er gemeinsam anpacken will.

    CSU-Ortsvorsitzender Hermann Eickhoff (Mitte) gratulierte Burkhard Klein zur Nominierung. Der reichte den Blumenstrauß an seine Frau Martina weiter. Foto: Gerhard Krämer

    Ein oberstes Ziel und etliche weitere Themen

    Oberstes Ziel sei eine kohlendioxidneutrale Gemeinde, mit allem, was dazu gehöre, auch Feste. Auch der Schwanberg. Nach seinen Vorstellungen sollen in den kommenden zehn Jahren 1000 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Weitere, für ihn wichtige Themen sind der Vertragsnaturschutz, die Bewässerung der Weinberge, E-Car-Sharing oder die Mobilität allgemein. Wobei es auch um das Thema Wasserstoff statt E-Mobilität gehe.

    An der Kreuzung der Straßen von Mainbernheim und Iphofen solle ein Kreisverkehr entstehen, damit die Zukunft erschlossen werde, sprich eine Anbindung an ein weiteres mögliches Baugebiet geschaffen wird. Ein Kreisverkehr soll auch an der Einmündung nach Fröhstockheim kommen.

    "Wir wollen ein Zukunftsdorf werden", rief Klein den 23 erschienenen Mitgliedern und weiteren Gästen zu. "Ein Grün- und Klimadorf." Als Bürgermeister wolle er ein Kümmerer, Vordenker, Visionär sein – und ein unverbesserlicher Optimist.

    CSU-Ortsvorsitzender Hermann Eickhoff hatte zuvor den unermüdlichen Einsatz Kleins gewürdigt. Es sei gut, dass er in Rödelsee und nicht in Berlin oder München hocke. Eickhoff gedachte ehrend in seiner Rede auch die jüngst gestorbenen Siggi Weise und Gerhard Eyselein.

    Die Nominierung Kleins und der Kandidaten erfolgte einstimmig. Horst Kohlberger, Karl-Josef Deppisch und Dietmar Chrischilles stellen sich nicht mehr zur Wahl.

    CSU-Kandidaten
    Die Nominierten in der Reihenfolge ihrer Listenplatzierung: Burkhard Klein (53 Jahre), Hermann Eickhoff (42), Alexandra Grubert (46), Lars Chrischilles (21), Bernd Lussert (52), Volker Heß (50), Holger Kelle (49), Kathrin Suchy (41), Jürgen Baumann (48), Heike Bandelow (46), Albert Pruy (60), Verena Freund (37), Tobias Wandler (31), Claudia Schemm (53), Jens Vollhals (34), Klaus Schemm (55), André Stadtel (35), Timea Seel (46), Henry Holl (60), Franz Sulzbacher (67), Gerhard Schilling (60), Wilhelm Melber (63), Ralf Eismann (62) und Kurt Rieder (60).
    "Der schönste Ort ist da, wo ich unter Menschen bin, die mich mögen", sagt Burkhard Klein. Da dürfen ihn die Kandidaten der CSU-Liste für den Gemeinderat schon einmal in die Arme nehmen. Foto: Gerhard Krämer

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