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    Kitzingen / Volkach

    Coronavirus: Was die Klinik Kitzinger Land nun plant

    Die Klinik Kitzinger Land bereitet sich auf Corona-Patienten vor. Was bedeutet das für die anderen Patienten, für Besucher und für das Personal?
    Coronavirus-Desinfektion am Eingang der Klinik Kitzinger Land.
    Coronavirus-Desinfektion am Eingang der Klinik Kitzinger Land. Foto: Ralf Dieter

    Die Klinik Kitzinger Land hat seit dieser Woche die meisten der geplanten Operationen ausgesetzt, um für potenzielle und tatsächliche Corona-Patienten gerüstet zu sein. Nachdem der Freistaat empfohlen hat, planbare OPs zu verschieben, um Kapazitäten frei zu bekommen, haben die Krankenhäuser darauf reagiert.

    Allerdings schaut sich das Kreiskrankenhaus die einzelnen Fälle differenziert an, erklärt Klinikvorstand Thilo Penzhorn. Das geplante Einsetzen eines Herzschrittmachers habe eine andere Priorität als der Austausch eines abgenutzten Hüftgelenks, nennt er ein Beispiel. 

    Weniger Patienten, aber mehr Aufwand

    Durch die neue Regelung schwankt die Zahl der Patienten pro Woche derzeit zwischen 140 und 185. Allerdings bedeute das nicht weniger Arbeit. Die Patienten mit Corona-Verdacht würden in Einzelzimmer gelegt. Das Personal müsse dann entsprechende Schleusen durchlaufen und Schutz tragen. Das ist aufwendig und kostet Zeit. Dazu komme, sagt Penzhorn, dass die Influenza oder das Norovirus wegen Corona keine Pause machen würden. Auch davon betroffene Patienten müssen behandelt werden. 

    Um die Ausbreitung von Corona zu verzögern, hat die Klinik Kitzinger Land ein Besuchs- und Begehungsverbot verhängt. Das gilt nicht nur für Angehörige und Freunde von Patienten, sondern auch für Externe, die sonst gern das Essensangebot oder die Cafeteria im Krankenhaus nutzen.

    Gleiches gilt für die Helios-Klinik in Volkach, wie das Haus in einer Mitteilung schreibt.

    Betreuung für Personal-Kinder

    Damit die Klinik Kitzinger Land ihre Arbeit machen kann, braucht sie dienstbereites Personal. Weil am Montag Kindergärten und Schulen für Wochen schließen, stellt sich die Frage nach der Kinderbetreuung. Für medizinisches Personal gelten Ausnahmen: Diese Eltern sollen Kinder bis zu zwölf Jahren in eine Not-Betreuung geben dürfen, um weiterarbeiten zu können. Das Krankenhaus hat dazu eine Vereinbarung mit einem Kitzinger Träger getroffen. Folglich können Arbeitnehmer der Klinik ihr Kinder dort betreuen lassen.

    Apropos Schulschließung: Auch die Krankenpflegeschule der Klinik setzt den Unterricht aus. Allerdings werden die Schüler in praktischen Einsätzen im Krankenhaus mitarbeiten. "Wir brauchen jede helfende Hand", beschreibt Penzhorn die Herausforderung.

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