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    BIMBACH

    Das kulturelle Erbe erhalten

    Seit etwa 40 Jahren ist Gottfried Schäfer Schlossherr in Bimbach und seither setzt er das Gebäude Stück für Stück instand. Dafür erhielt er jetzt die Denkmalschutzmedaille 2018 von Staatsministerin Marion Kiechle.
    Seit etwa 40 Jahren ist Gottfried Schäfer Schlossherr in Bimbach und seither setzt er das Gebäude Stück für Stück instand. Dafür erhielt er jetzt die Denkmalschutzmedaille 2018 von Staatsministerin Marion Kiechle. Foto: Steffen Leiprecht

    Seit fast 40 Jahren saniert Professor Dr. Gottfried Schäfer mit großem Engagement und Zeitaufwand das Schloss in Bimbach. Jetzt wurde sein Einsatz mit der Verleihung der Denkmalschutzmedaille gewürdigt.

    „Denkmäler sind Geschichtsquellen, die viel über unsere Vergangenheit verraten können“, sagte Kunstministerin Marion Kiechle bei der Feierstunde im Landesamt für Denkmalpflege. Die Träger der Denkmalschutzmedaille bewahrten mit ihrem Engagement das kulturelle Erbe Bayerns, so dass auch nachfolgende Generationen aus diesen Quellen schöpfen könnten. „Denkmalpflege gibt unserer Vergangenheit eine Zukunft.“

    Verantwortung übernommen

    Ein solches Zeugnis der Vergangenheit zu erhalten, dafür setzt sich Gottfried Schäfer schon seit etwa 40 Jahren ein. „Mit dem Erwerb des Bimbacher Schlosses übernahm er zugleich die Verantwortung für das Baudenkmal“, heißt es in der Broschüre, in der die 30 Preisträger aus allen Regierungsbezirken vorgestellt werden.

    Stück für Stück setzt Schäfer das repräsentative Anwesen seitdem instand und widmet sich in all den Jahren mit großer Hingabe den Besonderheiten der zwischen 1702 und 1704 erbauten barocken Anlage, zu der auch das Torhaus des spätmittelalterlichen Vorgängerbaus, eine Parkanlage und der Schlossteich zählen.

    Es ist eine Mammutaufgabe, der Schäfer mit der Schlosssanierung nachgeht und die mit der Sanierung der schadhaften Walmdachkonstruktion begann. Es folgten Wände, Fenster, Naturstein, Außentreppen, Barocktore. In den letzten Jahren widmete sich Prof. Schäfer mit seiner Familie der Instandsetzung der Innenräume.

    Die exklusive Ausstattung des 18. und 19. Jahrhunderts ist dort in großem Umfang erhalten, was die Denkmalpfleger besonders erfreute. In enger Abstimmung mit den Restaurierungswerkstätten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege konnte die Ausstattung konserviert und so der Zukunft zugeführt werden. Die gehobene Wandgestaltung mit Stoffbespannung und Papiertapeten strahlt nun wieder die repräsentative Wirkung aus, die die adeligen Erbauer damals im Sinn hatten.

    Offene Türen

    Regelmäßig öffnete Gottfried Schäfer in der Vergangenheit die Schlosstüren für die Öffentlichkeit. Bei Führungen und Veranstaltungen konnten Interessierte einen Blick hinter die dicken Mauern von Schloss Bimbach werfen. „Die Instandsetzung des Schlosses kann uneingeschränkt als Lebenswerk von Gottfried Schäfer bezeichnet werden“, heißt es in der Laudatio. Für seinen unermüdlichen und leidenschaftlichen Einsatz für Schloss Bimbach wurde ihm nun die Denkmalschutzmedaille verliehen.

    Neben Staatsministerin Kiechle würdigte auch Generalkonservator Mathias Pfeil das Engagement der 30 Preisträger. Stellvertretender Landrat Robert Finster dankte Schäfer und überreichte im Namen von Landrätin Tamara Bischof ein Weinpräsent.

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    Bearbeitet von Klaus Richter

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