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    RÖDELSEE

    Der Eyseleins-Klitschko wird Meister

    Er hat die Konstitution eines Kleiderschranks, Kraft wie ein Bär und trägt Vollbart: Dieser Mann kommt etwas furchteinflößend daher ist aber ein absoluter Gemütsmensch, der keiner Fliege etwas zuleide tut. Die Rede ist vom Rödelseer Sven Eyselein, der rund zwei Meter groß ist, ein Kampfgewicht von 125 Kilogramm auf die Waage bringt und ob seiner Statur von allen nur „Klitschko“ gerufen wird.

    Wie die Klitschkos, schwang er sich beim traditionellen Weinfassrennen am Kirchweihsonntag zum Meister aller Klassen auf. Im Duell der See-Giganten mit Stefan Heß präsentierte sich Sven Eyselein in Gala-Form. Sein Gegner, dessen Zeit von 57 Sekunden zum Tagessieg und zum Wanderpokal gereicht hätte, konnte dem „Klitschko“ aber nicht das Wasser reichen. Denn Eyselein durchpflügte mit den Paddeln den Dorfsee in der neuen Streckenrekordzeit von 54 Sekunden. Im vorletzten Rennen boten die beiden Protagonisten Leistung pur. Zum Abschluss schwangen sich die beiden Kommentatoren Tobias Wandler und Lars Chrischilles in die als Seehunde getauften Weinfässer, entledigten sich aber vorher ihrer Hemden und lösten damit Weißer-Hai-Alarm am See aus.

    Die Teilnehmer boten den Schaulustigen viel Gaudi und reihenweise statteten gerade die jüngeren Paddler den Karpfen im See einen unfreiwilligen Besuch ab. Dazu kamen auch manche Einlagen, wobei Lukas Holtz im Ringkampf mit dem anderen Fröhstockheimer Maximilian Deppisch keine Chance hatte und ein Bad nehmen durfte.

    Den Zuschauern bot sich ein illustres Starterfeld mit Kindern, Kraftpaketen, Oldies und gewieften Frauen. Der Chinese Yang Yang verlieh dem Rennen einen internationalen Touch. Der Mann aus dem Land des Lächelns ergatterte sich einen Sachpreis als Achter der Aktiven Klasse (16 bis 40 Jahre) und sein Vermieter Bernd Demel errang in 59 Sekunden gar den Sieg in der Alte-Herren-Klasse (ab 40 Jahre) vor Michael Bayer.

    Bei den Damen musste Weinprinzessin Annika Zippelius nur der Klassensiegern Corinna Meyer den Vortritt lassen. Das Weinfassrennen zeigt, dass die Rödelseer als neue evangelische Pfarrerin wohl eine umgängliche Frau bekommen. Denn die 31-jährige Raffaela Meiser bewies spontan, dass sie nicht nur predigen, sondern auch paddeln kann und verdiente sich bei ihrer Weinfassrennen-Premiere den dritten Platz der Damenklasse.

    Zur allgemeinen Überraschung gingen die drei Staffeln von aktuellen und ehemaligen Burschenschaftlern leer aus und als Siegerinnen durften sich die als Exen-Hexen firmierenden ehemaligen Weinprinzessinnen feiern lassen. Den ersten Platz in der Jugendklasse holte sich Jonas Stadtel.

    Die Burschenschaft mit ihrem Vorsitzende Rene Roßmark hatte den Gästen nach dem Mittagstisch einen schönen Kirchweihsonntag bereitet. Vor dem Weinfassrennen gab die Winzerkapelle eineinhalb Stunden ein Standkonzert und am Abend unterhielten die Rossinis bis tief in die Nacht.

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