• aktualisiert:

    VOLKACH

    Der Mainschleifenshuttle als Erfolgsgeschichte

    Mit dem Mainschleifen-Shuttle gibt es jetzt eine regelmäßige Busverbindung zwischen dem Gerolzhöfer Land und dem Raum Vo... Foto: Peter Pfannes

    Mit deutlich hörbarem Stolz verkündete Volkachs Tourismuschef Marco Maiberger in der jüngsten Ratssitzung eine aktuelle Zahl: Waren im vorigen Jahr gut 5600 Fahrgäste unterwegs, sind es einen Monat vor Ende der Saison schon 1000 mehr. „Es gibt kein Wochenende, in dem niemand in den Bussen sitzt, von gelegentlichen Leerfahrten mal abgesehen“, so Maiberger, „wir können nicht von Geisterbussen reden.“ Die Linie 105 von Münsterschwarzach nach Wipfeld werde sehr gut angenommen, „und die Linie 106, die Gerolzhofen einbindet, entwickelt sich prächtig“. Wegen der vielen Fahrgäste verzeichnet Maiberger wöchentliche Zuwächse, was sich natürlich auf die Einnahmen auswirken würde. Insgesamt sieht Maiberger den Shuttle in die „richtige Richtung“ gehen.

    Weitere Themen der Sitzung: Sie ist in Volkach jetzt auch offiziell vom Tisch, die Straßenausbaubeitragssatzung, kurz auch als „Strabs“ bezeichnet. Die bisherige Satzung bezeichnete Bürgermeister Peter Kornell als obsolet, „wir haben damit unsere Bürger 40 Jahre lang geplagt, das ist jetzt vorbei“. Einstimmig erließ der Stadtrat rückwirkend zum 1. Januar 2018 eine neue Satzung, die die Anwohner von dieser finanziellen Beteiligung entbindet.

    Damit müssen sich die Anwohner bei einem Ausbau, einer Verbesserung oder Erneuerung „ihrer“ Straße nicht mehr beteiligen. Sicherheitshalber hatte der Rat schon seit Anfang des Jahres keine Beiträge mehr eingefordert, mittlerweile hat die Staatsregierung ebenfalls rückwirkend zum 1. Januar das Kommunalabgabegesetz (KAG) an diesem Punkt geändert. Damit die Kommunen nicht auf den Kosten sitzen bleiben, die sie sich sonst bei den Bürgern geholt hätten, werden diese Gelder 1:1 vom Freistaat ersetzt, erklärte Kornell. Ausgenommen davon sind die Beiträge, die bei einer Ersterschließung zu entrichten sind. Beiträge, die bis zum 31. Dezember 2017 eingefordert worden waren, werden nicht zurückgezahlt.

    Mit einem Alkoholverbot am alten Bahnhof ist Ingrid Dusolt gescheitert. Die fraktionslose Rätin beklagte den Müll, der dort herumliegen würde, insbesondere leere oder auch zerbrochene Alkoholflaschen. Mit ihrem Ansinnen fand sie beim Bürgermeister wenig Gehör. „Wenn wir das Verbot erlassen, muss es auch kontrolliert und sanktioniert werden“, sagte er, „und ein privater Wachdienst kostet Geld.“ Würde es nicht von der Stadt kontrolliert, „sind wir ein zahnloser Tiger“. Und die Polizei, so Kornell auf Dusolts Einwand, würde ohnehin immer wieder dort kontrollieren. Eine von Dusolt eingebrachte Videoüberwachung lehnte der Bürgermeister aus rechtlichen Gründen ab.

    Nicht behandelt wurde vom Rat die Sanierung der Schulturnhalle. Die Stadt Volkach war im Bewerbungsverfahren für das Programm KIP-S (Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur) ausgewählt, der Rat hätte sich mit der Planungsvergabe beschäftigen sollen. Der dritte Bürgermeister Udo Gebert sah allerdings noch „einigen Gesprächsbedarf“ und beantragte die Verschiebung in den nicht-öffentlichen Teil. Mit 14:4 stimmte der Rat diesem Antrag zu.

    Bei der Kläranlage und dem Bauhof sind am Sonntag, 7. Oktober, die Bürger eingeladen, beim Tag der offenen Tür beide Einrichtungen zu besichtigen und sich erklären zu lassen. Die Kläranlage mitsamt dem Kanalnetz waren mit gut 7,1 Millionen Euro eine der teuersten Investitionen der Stadt in letzter Zeit. Beginn des Tags der offenen Tür ist in der Kläranlage um 11.15 Uhr mit einem Gottesdienst inklusive Segnung, und von 12 bis 17 Uhr stehen beiden Einrichtungen offen. Der Bürgerbus pendelt zwischen der Kläranlage und dem Bauhof, bewirtet werden die Bürger im Bauhof.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!