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    Sulzfeld

    Die Mauer-Sanierung wird eine teure Angelegenheit

    Die ehemaige Wehrmauer am Lehrergärtchen in Sulzfeld ist in einem schlchten Zustand und muss teuer saniert werden. Foto: Hartmut Hess

    Nach einem Ortstermin an der Pfarrgarten-Stützmauer stellte die Sulzfelder Ratsrunde fest, dass die Schäden noch umfangreicher sind als bislang angenommen.

    Das beauftragte Ingenieurbüro Götz taxierte die Sanierungskosten nach einer Befunduntersuchung auf 327 500 Euro, zur Unterfangung fallen weitere 30 000 Euro an, dazu kommen noch die Baunebenkosten.

    Mauer gehört der Gemeinde

    Eine Alternative wäre die Abnahme der Mauer in der Höhe um Druck vom Pfarrgarten auf die Mauer zu nehmen. Der Bürgermeister wollte ausloten, welche Richtung der Gemeinderat verfolgen will. Das Lehrergärtchen inklusive der Mauer gehört der politische Gemeinde und der Kirchplatz der Kirchengemeinde. Jetzt sollen Grabungen stattfinden um zu sehen, wie tief es möglich ist, weil eventuelle Knochenfunde eines ehemaligen Friedhofs gefunden werden könnten. Erst nach der Abgrabung wird der Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen.

    Der Bausparvertrag der Gemeinde wurde zuteilungsreif und wurde mit der Summe von 443 893 Euro zur Tilgung eines Darlehens verwendet. Dadurch verringerte sich der Schuldenstand auf jetzt noch 1,34 Millionen Euro.

    Mehr Zuschüsse

    Ebenfalls aus finanzieller Sicht erfreuliche Nachrichten hatte Gerhard Schenkel für den Anbau der Offenen Ganztagsbetreuung an der Grundschule. Denn die Regierung von Unterfranken teilte mit, dass die Gemeinde neben 55 Prozent Förderung aus den Finanzausgleichs(FAG)-Mitteln weitere 15 Prozent auf dem Fördertopf FAG-Plus gewährt werden. Damit reduzierte sich der Anteil der Gemeinde auf 135 000 Euro der Gesamtkosten von 633 000 Euro.

    Die Gemeinde Sulzfeld hatte seit Jahrzehnten versucht, marode Weinbergsstraßen öffentlich gefördert sanieren zu lassen, was bislang erfolglos blieb. Zuletzt probierte die Gemeinde, die Weinbergsstraßen im Kernwegenetz der Kommunalen Allianz Südliches Maindreieck unterzubringen. Die Gemeinde will jetzt als Pilotprojekt untersucht haben, ob die Weinbergsstraßensanierung innerhalb der Förderkulisse realisiert werden kann.

    Zuschuss für Tierheim

    Die Ratsrunde folgte dem Vorschlag des Vorstandes des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis zur Bezuschussung des Kitzinger Tierschutzvereins. Demnach gibt die Gemeinde zukünftig 70 Cent pro Einwohner und Jahr. Wegen der Finanzierung des Tierheims-Neubaus in Kitzingen sollen die Kommunen jetzt einen Investitionskostenzuschuss leisten um dem Verein dadurch von den Darlehensbelastungen für 20 Jahre zu entlasten, bei 1300 Einwohnern gewährt die Gemeinde dafür zusätzlich 1040 Euro pro Jahr.

    Der Kulturausschuss tagte kürzlich nach dem Tourismusausschuss, die entsprechenden Empfehlungen lagen jetzt auf dem Gemeinderatstisch. Die Räte stimmten der Neugestaltung der Gemeinde-Homepage zu, die Projektleitung übernimmt der Tourismusausschuss. An der Mainlände empfahl der Kulturausschuss weitere Bepflanzungen und es wurde angeregt, künftig an der Mainlände künftig eventuell Liegestühle bereitzustellen. Dazu gab es noch Vorschläge für die Umsetzung eines Informationskonzeptes

    Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt wies die Gemeinde darauf hin, dass für die Sanierung der Wehrmauer eine ökologische Bauberatung notwendig ist. Die Ratsrunde beschloss, den Fachmann Christian Söder mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen.

    Für die Kommunalwahl im März kommenden Jahres bestellte der Gemeinderat den Verwaltungsgemeinschafts-Mitarbeiter Michael Schmitt als Wahlleiter und seine Kollegin Tanja Falkenstein als Stellvertreterin.

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