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    RÖDELSEE

    Die Rödelseer bekommen eine junge Pfarrerin

    Raffaela Meiser ist die neue evangelische Pfarrerin in Rödelsee. Sie freut sich darauf, viele Gemeindeglieder bei ihrer ... Foto: Hartmut Hess

    Die Rödelseer bekommen mit der 31-jährigen Raffaela Meiser die jüngste Pfarrerin ihrer Geschichte. Sie wird am 15. September um 14 Uhr von Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Dekan Hanspeter Kern als evangelische Pfarrerin und Nachfolgerin von Silvia Knoll in Rödelsee installiert. Sie hat in den ersten Wochen, seit sie mit ihrem Verlobten im Rödelseer Pfarrhaus wohnt, einen positiven Eindruck von den Rödelseern gewonnen und findet, „freundlich und wertschätzend“ aufgenommen worden zu sein.

    Raffaela Meiser wurde in Schweinfurt in einer Pfarrersfamilie mit großer Tradition geboren. Ihre Eltern Erna und Martin Meiser sind beide Pfarrer, wie auch ihr Großvater und schon ihr Uropa Hans Meiser, der bis 1946 bayerischer Landesbischof war. Raffaela Meiser baute im Jahr 2006 in Erlangen, wo ihre Eltern seelsorgerisch tätig waren, ihr Abitur. Der Pfarrersberuf war für die junge Dame damals keineswegs vorgegeben und 2010 begann sie ein Pharmaziestudium, das sie ins österreichische Graz und nach München führte.

    „Ich habe diese Jahre gebraucht um die Erfahrung zu machen, dass der Apotheker-Beruf nicht das Richtige für mich gewesen wäre“, sagt die Frau mit dem grünen Daumen, die sich gerne in der Natur bewegt. Nach sechs Semestern Pharmazie und einer langen Zeit der Vergewisserung brach sie 2015 dieses Studium ab, traf eine Entscheidung fürs Leben und nahm dann in Erlangen das Theologie-Studium auf. Für ihre Vikariatszeit wählte sie bewusst eine Stelle außerhalb der fränkischen Heimat und bewusst eine Kirchengemeinde in der Diaspora im oberbayerischen Wasserburg am Inn. Die Landeskirche betraute sie dann vor geraumer Zeit mit der Pfarrerstelle in Rödelsee, wohin sie jetzt gerne zurück in fränkische Gefilde zog.

    Sie charakterisiert sich selbst als warmherzig und als Person, die für alle Anliegen ihrer Gemeindeglieder immer ein offenes Ohr habe. Sie möchte sich möglichst nicht in den Vordergrund drängen, ist sich aber bewusst, dass sie als Pfarrerin immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht und „und wie ein Lehrer oder Bürgermeister eine Vorbildfunktion einnimmt“, verdeutlicht die Geistliche. Dieser Konstellation müsse sich auch eine Freund oder Ehepartner bewusst sein.

    Raffaela Meiser will an ihrer ersten Stelle als Pfarrerin ihre Schwerpunkte in der Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Konfirmationsarbeit und neben der Liturgie in der Seelsorge und Besuchen bei Gemeindegliedern setzen.

    Sie ist Hanspeter Kern und dem Vertrauensmann des Rödelseer Kirchenvorstandes Marc Fuhrmann dankbar dafür, dass sie darum kümmerten, dass das Pfarrhaus den letzten Schliff nach den Vorstellungen der Pfarrerin bekam und der frühzeitige Einzug möglich war. In ihrer Freizeit gärtnert Raffaela Meiser gerne, unternimmt Wanderungen oder geht Schwimmen. Da hat sie es gut erwischt in Rödelsee, wo sie ausgedehnte Spaziergänge auf den Schwanberg und in den Weinbergen unternehmen, die Traumrunden im Landkreis wandern oder die Schwimmbäder in der Umgebung nutzen kann.

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