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    Kitzingen

    Die Vielfalt des Landkreises auf einem Acker

    Mit einem Picknick und Mitmach-Aktionen wird am Sonntag, 19. Mai, der "Kreisacker" auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Kitzingen eröffnet.
    Maja Schmidt kümmert sich im Landratsamt um die Eröffnung des Kreisackers in Kitzingen. Foto: Frank Weichhan

    Kräuterführungen, Infostände, Mitmach-Aktionen: Der neue "Kreisacker" in Kitzingen wird am Sonntag, 19. Mai, von 14 bis 17 Uhr auf dem ehemaligen Gartenschaugelände mit vielen Aktionen eröffnet. Dazu Fragen an Maja Schmidt, die das Projekt im Landratsamt koordiniert.

     

    Frage: Der Kreisacker – welche Idee steckt dahinter?

     

    Maja Schmidt: Idee für den Namen war das Projekt "Weltacker": Teilen wir die Ackerfläche dieser Welt durch die Zahl der Menschen, ergibt das etwa 2000 Quadratmeter pro Mensch. Darauf muss alles wachsen, was wir verbrauchen. Damit man sich das besser vorstellen kann, wurden 2000 Quadratmeter in Berlin so angelegt, wie der weltweite Durchschnittsacker aussieht. Wir haben die Idee etwas anders umgesetzt und bepflanzen den "Kreisacker" anteilig mit all dem, was in unserem Landkreis an Ackerfrüchten und Gemüse angebaut wird. Damit soll die Vielfalt des hiesigen Anbaus dargestellt werden.

    Wer sind die Planer und Entwickler?

    Schmidt: Das ist ein Projekt der Koordinierungsstelle "Bildung für nachhaltige Entwicklung" des Landkreises Kitzingen, begleitet von einem Team aus Regionalmanagement, Kreisfachberatung und Landschaftspflegeverband, die das Projekt in den letzten Monaten vorbereitet und umgesetzt haben.

    Was ist momentan auf dem Acker alles zu sehen?

    Schmidt: Zurzeit sind verschiedene Salate, Gemüse und Wintergetreide gepflanzt, weitere Gemüsepflanzen, wie Tomaten, Auberginen und Paprika, die von Kinder- und Jugendgruppen vorgezogen wurden, werden demnächst, wenn es wärmer wird, ausgepflanzt. Auch ein Blühstreifen ist eingesät. Später wird dann die Vielfalt unseres Kitzinger Landes zu sehen sein. Zwei Infotische werden über die Themen Regionalität und Saisonalität informieren.

    Umweltbildung - wer ist die Zielgruppe?

    Schmidt: Umweltbildung richtet sich an alle. Nicht nur Kinder und Jugendliche sind wichtig, sondern auch diejenigen, die aktuell die Entscheidungen treffen – vom Inhalt des Einkaufswagens bis hin zur Weltpolitik.

    Warum ist Umweltbildung so wichtig?

    Schmidt: Ich denke, hier reicht ein Verweis auf aktuelle klimapolitische Diskussionen sowie den jüngst erschienenen UN-Bericht zum Artensterben.

    Was passiert am 19. Mai?

    Schmidt: Wir freuen uns über viele Gäste, die ihr selbst mitgebrachtes Picknick bei stimmungsvoller Gitarrenmusik am Kreisacker verspeisen, sich einen Picknickkorb von der Kitzinger Gastronomie befüllen lassen oder einfach so vorbeischauen und die Atmosphäre auf dem Gartenschaugelände genießen. Wir stehen für Informationen rund um den Kreisacker zur Verfügung und unsere Partner bieten ein vielfältiges Info- und Mitmachprogramm.

    Wie kommt man an die Picknick-Körbe?

    Schmidt: Die Picknick-Körbe der örtlichen Gastronomie werden vorbestellt bei der Touristinformation Kitzingen, Tel.: (09321) 208888 sowie beim Stadtmarketingverein, Tel.: (09321) 9292949.

    Was passiert künftig rund um den Kreisacker?

    Schmidt: Am 7. Juli gibt es am Kreisacker noch einen Foto-Workshop für Jugendliche. Gemeinsam mit Fotograf Dirk Nitschke und Naturpädagogin Anke Camphausen werden kritische Fotografien am Kreisacker erstellt.

    Was lässt sich der Landkreis das kosten?

    Schmidt: Das aktuelle Kreisacker-Projekt schlägt mit rund 10 000 Euro an Sachkosten zu Buche.

    Welche weiteren Umweltbildungsprojekte sind geplant?

    Schmidt: In wenigen Wochen fällt die Entscheidung, wohin die Umweltstation kommt. Ende Juli beteiligen wir uns mit zahlreichen interessanten Vorträgen am Nachhaltigkeit-Festival in Marktbreit und für den Herbst ist eine Schulung zur nachhaltigen Beschaffung für kommunale Mitarbeiter geplant.

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