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    Bibergau

    Dirigent Rudolf Ebert gibt nach 18 Jahren den Taktstock an Christoph Ebert weiter

    Standing Ovations des Orchesters für den scheidenden Dirigenten Rudolf Ebert (Zweiter von rechts) nach der Laudatio der Vorsitzenden des Musikvereins Bibergau, Simone Riedmann (vorn, am Notenständer). Ganz links der neue Dirigent Christoph Ebert. Foto: Walter Sauter

    Im Jahr 2000 hat er als frischgebackener Dirigent der "Bibergauer" genau das Konzert eingeführt, mit dem er sich nun verabschiedete: Rudolf Ebert dirigierte am Sonntag, 23. Dezember, zum letzten Mal das Weihnachtskonzert in der vollbesetzten Bibergauer Pfarrkirche. In diesen 18 Jahren hat er die Kapelle zu einem engagierten Ensemble geformt, das auch über die Grenzen Frankens Bekanntheit erlangte. So sorgten "Die Bibergauer" bei unzähligen Wein-, Garten- und Musikfesten für Stimmung, wirkte an Faschingsumzügen mit oder spielte zur Kirchweih und beim Bergfest in Bibergau.

    Von "tollen Auftritten" etwa in Breuna (Hessen) oder beim Volksfest in Nürnberg sprach die 1. Vorsitzende des Musikvereins, Simone Riedmann. "Es gab keinen Auftritt ohne unseren Dirigenten Rudolf", lobte sie, ebenso wie sein Engagement für die Jugendarbeit. Ebert habe es verstanden, immer wieder neue Impulse zu setzen und auch den Spagat zwischen Blas- und Stimmungsmusik zu meistern. "Wir danken dir von Herzen für deinen Einsatz, deine Mühen und deine Zeit, die du der Kapelle geopfert hast", sagte sie.

    "Musik aus Leidenschaft" ist das Motto der "Bibergauer", und dies war auch beim umjubelten Weihnachtskonzert zu spüren. Die 25-köpfige Truppe präsentierte eine bunte Mischung aus Swing, Pop und traditionellen Stücken und stimmte ebenso beschwingt wie einfühlsam auf Weihnachten ein. Dabei zeigte nicht nur das große Orchester sein Können, sondern die Musiker überzeugten auch in kleiner Besetzung z.B. nur Trompeten, Holzbläser oder die Nachwuchsgruppe mit Stücken wie "Take Five", "One Moment in Time" oder Händels "Halleluja". Stehender Beifall am Ende waren der Dank des Publikums an das Orchester und den scheidenden Dirigenten Rudolf Ebert.

    Sein Nachfolger wird der 30-jährige Christoph Ebert. Der staatlich geprüfte Dirigent leitet bereits seit einigen Jahren die Nachwuchsgruppe. Sein Onkel Rudolf bleibt der Kapelle weiterhin treu. Er tritt zurück in die zweite Reihe, wie Simone Riedmann mit einem Augenzwinkern anmerkte. Als Trompeter sitzt er hinter den Holzbläsern.

    Der Taktstock wurde bei den "Bibergauern" von Rudolf Ebert (links) an den neuen Dirigenten Christoph Ebert (Mitte) weitergegeben. Daneben die Vorsitzende des Musikvereins Bibergau Simone Riedmann. Foto: Walter Sauter

    Bearbeitet von Walter Sauter

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