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    NORDHEIM

    Ein Markt für Individualisten

    Astrid Hackenbeck. Foto: Hackenbeck

    Astrid Hackenbeck organisiert an besonderen Orten Unikat-sucht-Liebhaber-Märkte. Die Würzburgerin ist immer auf der Suche nach neuen Künstlern und lässt sich von Kreativität faszinieren. Der nächste Markt findet jetzt am Wochenende in der Vinothek Divino in Nordheim (jeweils 11 bis 18 Uhr) statt.

    Unikat sucht Liebhaber – welches Konzept steckt dahinter?

    Astrid Hackenbeck: Außergewöhnliche und originelle Kreationen, die von professionellen Künstlern angeboten werden. Qualität hat dabei absolut Vorrang.

    Selbst entworfen

    Wann ist ein Unikat ein Unikat?

    Hackenbeck: Wenn es selbst entworfen und hergestellt ist.

    Wann und wie kamen Sie auf die Idee?

    Hackenbeck: Seit 2003 veranstalte ich diese Märkte. Ich sollte einen umgestalteten Marktplatz beleben und da hatte ich erstmals einen Markt für Kunsthandwerk organisiert. Das kam gleich gut an.

    Seit wann gibt es die Veranstaltung in Nordheim?

    Hackenbeck: Zum 5. Mal.

    Wie kam Nordheim ins Spiel?

    Hackenbeck: Wie so oft: über persönliche Verbindungen.

    Orte mit Strahlkraft

    Wo findet der Markt außerdem noch statt?

    Hackenbeck: An Orten mit großer Ausstrahlungskraft wie Kloster Bronnbach, das RegioMuseum in der ehemaligen Benediktinerabtei in Seligenstadt oder die Bürgerbräu in Würzburg.

    Wen spricht der Markt an? Wer sind die Liebhaber?

    Hackenbeck: Individualisten. Menschen, die das außergewöhnliche und besonders mögen. In Zeiten von Massenproduktion und Schnelllebigkeit werden von vielen Menschen echte Einzelstücke gesucht – dafür greifen sie auch mal tiefer in den Geldbeutel.

    Wie wählen Sie die Künstler aus?

    Hackenbeck: Nach einem strengen Konzept, das keine Industrie- und Handelsware zulässt.

    Woher kommt Ihre Begeisterung für Unikate?

    Hackenbeck: Wir leben im Überfluss. Ich mag nicht diese voll gestellten Kaufhäuser mit ihren Wühltischen. Weniger ist hier mehr. Eine schöne Vase oder eine Schale beispielsweise kann einen Tisch enorm aufwerten und schmückt ihn.

    Ihr schönstes jemals gekauftes Unikat?

    Hackenbeck: Oh, da gibt es schon einige, ich kaufe gerne bei meinen Ausstellern ein. Ich habe beispielsweise eine wunderschöne Holzschale von Friedemann Bühler, der in seinen Anfängen auf solche Märkte ging und heute hoch dotiert und in Galerien und Messen vertreten ist.

    Ab welchem Preissegment geht es los?

    Hackenbeck: Das kann man pauschal nicht sagen. Eine von Hand hergestellte Seife gibt ab etwa fünf Euro.

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