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    Abtswind

    Ein Verein, der Abtswind prägt

    Wolfgang Starz (links) und Heiko Därr (rechts) würdigten die Verdienste von Jochen Horner. Foto: Gerhard Krämer

    Der Abtswinder Fremdenverkehrs- und Heimatverein, der Weinbauverein und die Gemeinde hatten am Samstag zur Verabschiedung und zur Krönung der Weinprinzessinnen geladen. Dabei wurde im festlich geschmückten Saal im Haus des Gastes aber noch etwas gefeiert: das 50-jährige Bestehen des Fremdenverkehrs- und Heimatvereins. An diesem Abend allerdings nur in ganz kleinem Rahmen. Vorsitzender Wolfgang Starz kündigte an, dass es in diesem Jahr deswegen noch einen Heimatabend geben wird.

    Am 9. Januar 1969 wurde der Fremdenverkehrs- und Heimatverein  im Gasthaus Steigerwald gegründet. Bei der Gründungsversammlung traten 31 Personen dem Verein bei. Vorsitzender wurde damals laut Chronik Georg Eckoff, Stellvertreter Horst Kaulfuß, Schriftführer Walter Dennel, Kassier Günther Koos. Beisitzer waren Ernst Zehnder, Erwin Layh, Heinrich Burlein und Fritz Schwanfelder. Der Verein hatte sich die Dorfverschönerung, Blumenschmuck, Werbung für den Fremdenverkehr, Schaffung von Wanderwegen und Dorfabende zum Ziel gesetzt.

    "Kaum ein Verein hat den Ort mehr geprägt als der Fremdenverkehrsverein", sagte Bürgermeister Jürgen Schulz. Er erinnerte an den ersten Weinlehrpfad in Bayern im Jahr 1971, an den Liebespfadwanderweg, der aktuell wieder hergerichtet wird, an die Patenschaft mit dem Minentransporter Steigerwald der Marine, an die Patenschaft mit dem Pionierbataillon Volkach, an Ausflugsfahrten, die jetzt wieder aufleben sollen, an die Traumrunde, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Verein verwirklichen konnte und an die Ausrichtung der Weinfeste, an denen aber alle Vereine beteiligt sind.

    Das Weinfest ist auch die größte Veranstaltung im Jahr. In der Chronik ist zu lesen, dass es dem Idealismus vieler Helferinnen und Helfer zu verdanken ist, dass die Veranstaltung an fünf Samstagen insgesamt bis zu 10 000 Gäste bewirten kann.

    Die ersten Feste fanden in einer Scheune statt, später ging es in eine Bushalle. Als 1982 66 gemeldete Bus-Reisegruppen angemeldet waren, beschloss der Verein, das Fest künftig in einem beheizten, bis zu 2500 Personen fassenden Festzelt zu veranstalten. Zu den Veranstaltungen kommen noch die Osterwanderung, der Weihnachtsmarkt und der Chrysanthemenball.

    Bernhard Kniewasser dankte dem Verein im Namen der Wasserwacht und des Veteranen- und Reservistenvereins für die gute Zusammenarbeit. Dem schloss sich Rudi Weikert für die Initiative Abtswinder Schwimmbad und die weiteren Vereine an. Diese Zusammenarbeit werde beim Weinfest sichtbar. Dies würdigte auch die scheidende Weinprinzessin Lisa Kursawe: "Wir haben einen schönen Zusammenhalt, wenn es um Feste in Abtswind geht." Auch Pfarrerin Beate Krämer sprach von einer guten Zusammenarbeit im Ort. Es gebe viele Gründe zum Feiern, auch Jesus habe gerne gefeiert, sagte sie. Feste feiern, das griff auch Frankens Weinkönigin Carolin Meyer auf. Sie regte eine gemeinsame Veranstaltung in der Region an, um sich stärker zu verbinden, aber auch, um stärker wahrgenommen zu werden.

    Denn Abend nahm der Verein zum Anlass, drei neue Ehrenmitglieder zu ernennen. Vorsitzender Wolfgang Starz und Kassier Heiko Därr überreichten dem langjährigen Kassier Jochen Horner und Dieter Werner für seine über 25-jährige Zeit im Vorstand als Wanderwart die Urkunden. Ernst Mix konnte nicht am Jubiläumsabend teilnehmen. Der frühere Wegewart wurde ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt.

    Dieter Werner ist jetzt Ehrenmitglied des Fremdenverkehrs- und Heimatvereins. Foto: Gerhard Krämer

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