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    GEISELWIND

    Ein solider 12,2-Millionen-Haushalt auf sicheren Füßen

    Die Gemeinde Geiselwind kann beim Thema Finanzen trotz der nach wie vor hohen Belastung durch die laufende Sanierung der Wasserversorgung und des außerhalb des gemeindlichen Haushalts vorfinanzierten Gewerbegebiets Inno-Park positiv in die Zukunft blicken. Das wurde bei der Besprechung und anschließenden Verabschiedung des Haushaltsplanes für das Jahr 2018 in Gemeinderat deutlich. In der Sitzung verabschiedete das Ratsgremium um Bürgermeister Ernst Nickel ein Zahlenwerk, das insgesamt 12,242 Millionen Euro beinhaltet. „Der Haushalt ist solide, die Standards in den wichtigsten Aufgabenfeldern werden gehalten. Es wird zukunftsweisend und gezielt investiert, wirtschaftlich gedacht und gehandelt“, stellte Bürgermeister Nickel fest.

    Kämmerin Karin Lehrieder stellte die Eckdaten vor: Die Gemeinde ist annähernd schuldenfrei, im aktuellen Plan ist lediglich zur Vorsicht eine Kreditaufnahme von 500 000 Euro vorgesehen. Nur deswegen wird die Pro-Kopf-Verschuldung bei 2427 Einwohnern zum Jahresende mit 206 Euro berechnet.

    Der Etat stieg insgesamt leicht an, er schließt im Verwaltungshaushalt mit 5,594 Millionen Euro und wächst damit um 385 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 6,647 Millionen Euro, was rund 100 000 Euro mehr sind, als letztes Jahr. Die Steuerkraft der Gemeinde beträgt 2,070 Millionen Euro, was pro Bürger 616 Euro entspricht. Die freie Finanzspanne ist mit 221 115 Euro kalkuliert.

    Wichtigste Posten im Verwaltungshaushalt sind bei den Einnahmen die Gebühren (1,15 Millionen Euro), die Beteiligung an der Einkommensteuer (1,074 Millionen Euro), sowie die Schlüsselzuweisung vom Staat (839 000 Euro). Die Gewerbesteuer ist mit 550 000 Euro angesetzt. Bei den Ausgaben fallen die Verwaltungs- und Betriebsausgaben mit 2,46 Millionen Euro, sowie die Personalkosten (1,255 Millionen Euro) und die Kreisumlage (860 000 Euro) am stärksten ins Gewicht.

    Im Vermögenshaushalt liegt der Schwerpunkt auf den Baumaßnahmen (4,861 Millionen Euro), wo zwei größere Projekte anstehen. Das ist zum einen die Wasserversorgung, bei der dieses Jahr der zweite von insgesamt drei Bauabschnitten angegangen wird. Rund zwei Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Dazu will Geiselwind den Breitbandausbau weiter vorantreiben, nachdem nun ein weiteres Förderprogramm vom Freistaat aufgelegt wird. Für den Erwerb von Grundstücken sind 1,075 Millionen Euro vorgesehen. Zum Abgleich des Haushalts werden 1,848 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen.

    Kämmerin Karin Lehrieder ging außerdem bei der Haushaltssitzung auf den Posten Inno-Park ein. Für das Gewerbegebiet hat die Gemeinde einen Finanzierungsträger in Anspruch genommen, der die insgesamt rund 5,4 Millionen Euro vorschoss. Die Schulden betrugen laut Kämmerin zum Jahresende 2017 noch 2,845 Millionen. 2018 werde sich das noch weiter reduzieren, weil ein größerer Grundstückserwerb erst hier abgerechnet wird. Zudem habe die Nachfrage an Gewerbeflächen laut Bürgermeister Nickel gerade in letzter Zeit angezogen. Hier sei „noch einiges im Gespräch“, zeigte er sich optimistisch. Der Bürgermeister bedankte sich im Anschluss bei den Räten und der Verwaltung für die „aufwändige Erstellung des Planwerks.“

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