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    KITZINGEN

    Eindeutig gegen Handy-Verbot an Schulen

    Podiumsdiskussion im Stadtteilzentrum in der Kitzinger Siedlung: Patrick Friedl (Die Grünen), Jesse Bright (FDP), Astrid Glos (SPD), Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler), Otto Hünnerkopf (CSU) und Siegfried Steiner (Die Linke) stellten sich Fragen von Schülern der Mittelschule. Foto: Robert Starosta

    Eine Podiumsdiskussion mit Schülern der Mittelschule und Vertretern von Parteien organisierte die Landeszentrale für politische Bildung in Kitzingen.

    Anlass war der Start der „It's Your Choice“-Tour in Bayern. Zur Landtagswahl im September wird an sieben bayerischen Schulen über verschiedene Themen diskutiert, so die Mitteilung. Bei der Auftaktveranstaltung an der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung versammelten sich circa 130 Schüler im Stadtteilzentrum in der Siedlung, um 90 Minuten über Themen wie Handys an der Schule, Führerschein ab 16 oder die Legalisierung von Cannabis zu sprechen.

    Auf dem Podium waren Patrick Friedl (Die Grünen), Jesse Bright (FDP), Astrid Glos (SPD), Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler), Otto Hünnerkopf (CSU) und Siegfried Steiner (Die Linke).

    Es wurde gefragt, wie die Vertreter der Parteien zu einer Handynutzung an Schulen stehen. Auf die Frage des Moderators Alexander Müller, wer von den Schülern überhaupt ein Smartphone besitzt, folgte ein eindeutiges Ergebnis: Alle zeigten die grünen Abstimmungskarten. An der Mittelschule Kitzingen ist das Nutzen von Smartphones jedoch verboten.

    Fast alle Politiker sprachen sich gegen ein Handyverbot an Schulen aus. Dafür erhielten begeisterten Applaus der Schüler. Entschieden ist damit aber noch nichts, ergänzte Fahn; in den nächsten Wochen werde dazu im Kultusministerium ein „Runder Tisch“ eingerichtet.

    Weiteres Thema war der Führerschein mit 16 Jahren – Ja oder nein? Die Mehrheit auf dem Podium habe sich dafür ausgesprochen. Für Jesse Bright (FDP) wäre dies eine Stärkung des Freiheitsgefühls junger Menschen. Der eine oder andere Schüler gab Tipps für die Umsetzung. Ein Vorschlag: einfach die Probezeit verlängern.

    Das Thema Legalisierung von Cannabis rief auf dem Podium gemischte Meinungen hervor. Während Politiker der FDP und der Grünen eindeutig für die Freigabe plädierten, war Astrid Glos (SPD) zwiegespalten und betrachtete die Legalisierung von Cannabis in Bezug zur Einführung des Führerscheins mit 16 Jahren kritisch. Hans Jürgen Fahn ergänzte, dass die Einnahme von Cannabis rein aus medizinischen Gründen befürwortet werden könne.

    Die Schüler wollten, gerade bei dem Thema Autofahren mit 16 Jahren, genauer erfahren, wie solche Beschlüsse umgesetzt werden. Dazu die Aufforderung aus der Politik: Äußert doch die Meinung, beispielsweise in Form einer Petition. Außerdem wurden die Schüler ermutigt, am politischen Prozess teilzunehmen, zum Beispiel in den Jugendorganisationen der Parteien.

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