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    Sommerach

    Energieversorgung sollte künftig CO2 neutral sein

    Über die künftige Energie- und Wärmeversorgung des Sommeracher Kindergartens sowohl im Bestand als auch des Neubaus ging es in der Sitzung des Gemeinderates. Die Gesamtkosten der vorgesehenen Investition belaufen sich auf 110 000 Euro.
    Über die künftige Energie- und Wärmeversorgung des Sommeracher Kindergartens sowohl im Bestand als auch des Neubaus ging es in der Sitzung des Gemeinderates. Die Gesamtkosten der vorgesehenen Investition belaufen sich auf 110 000 Euro. Foto: Archivbild Walter Braun

    Für die Entscheidung über die künftige Energie- und Wärmeversorgung des Sommeracher Kindergartens sowohl im Bestand als auch des Neubaus nahm sich der Gemeinderat in der letzten Ratssitzung viel Zeit. Vorteilhaft sei das neu aufgelegte Förderprogramm. "Es spielt uns bei dieser Investition in die Karten", betonte Bürgermeister Elmar Henke.  

    Seinen Ausführungen zufolge konnte die umfangreiche Energieanalyse im Rahmen einer Förderung über das "Energie-Effizienz-Netzwerk" durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Sitzung von Stefan Schedl vom Institut für Energietechnik und Bernard Bedenk von der ÜZ Mainfranken vorgestellt. Die beiden Ingenieure erläuterten die Detailergebnisse und stellten die Schlussfolgerungen und deren Auswirkungen dar.

    Mehrere Varianten vorgestellt

    Ihren Ausführungen zufolge wurden verschiedene zentrale und dezentrale Warmwasserbereitungsvarianten gegenübergestellt. Als günstigste und gleichzeitig auch effizienteste Möglichkeit der Warmwasserbereitung erwies sich die dezentrale Erzeugung über Durchlauferhitzer oder Elektrokleinspeicher. Diese Art der Warmwasserbereitung lässt sich im Kindergarten optimal mit einer Solarstromanlage - auch in Kombination mit einem Stromspeicher - betreiben, so die Experten.

    Des Weiteren kamen in der Sitzung verschiedene Möglichkeiten für eine künftige Gebäudebeheizung zur Sprache. Schedl stellte heraus, dass für den Kindergarten ein Hybridheizungssystem (Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit Erdgas-Spitzenlastkessel) als Wärmeversorgungsvariante aus ökologischer und ökonomischer Sicht geeignet ist.

    Gemeinde bezieht seit Jahren schon Ökostrom

    Bürgermeister Henke forderte als Ziel, die Energieversorgung müsse künftig CO2-neutral sein. Ergänzend wies Henke darauf hin, dass die Gemeinde in öffentlichen Gebäuden bereits seit Jahren Ökostrom der ÜZ beziehe. Mit einer PV-Anlage in Kombination mit einem Stromspeicher kann zudem ein Teil des Stromverbrauchs selbst erzeugt werden. Die Gesamtkosten der künftigen Energie- und Wärmeversorgung für den Sommeracher Kindergarten belaufen sich auf zirka 110 000 Euro. Das Volkacher Ingenieurbüro Insewa wurde beauftragt, in Punkto Ausschreibung aktiv zu werden.

    Schließlich ging es noch um die Anerkennung der Betriebs-, Schuldendienst- und Einzelreparaturumlage an den Zweckverband für Abwasserbeseitigung im Schwarzacher Becken für das Jahr 2019. Bei der Gegenüberstellung der Betriebskosten, des Schuldendienstes und der Einzelreparaturkosten sowie den geleisteten Vorauszahlungen für 2018 und 2019 ergab sich für 2019 eine Überzahlung von 36 460 Euro, berichtete Henke. Für das laufende Jahr muss die Gemeinde Sommerach Vorauszahlungen von 283 180 Euro (15. Februar) sowie 41 600 (15. Mai, 15. August, und 15. November) tätigen. Die Räte votierten einstimmig für die Anerkennung des Umlage- und Vorausleistungsbescheides.

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