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    MÜNSTERSCHWARZACH

    Erste Löschmaschine kostete 430 Gulden

    Starker Nachwuchs: 1984 hatte die Feuerwehr Münsterschwarzach eine engagierte Jugendfeuerwehr. Die Prüfung zur Jugendspa... Foto: Peter Pfannes/Archiv Feuerwehr

    Die Feuerwehr Münsterschwarzach feiert ihr 140-jähriges Bestehen. Höhepunkt der Jubiläumsfeier ist der Festzug am Sonntag, 9. September um 14 Uhr. Zusammen mit dem Fest der Floriansjünger findet von Freitag, 7. bis Montag 10. September die Kirchweih in dem Schwarzacher Ortsteil statt. Gemeinsam mit Helmut Schuster, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, blicken wir auf die Anfänge und die Entwicklung der Wehr zurück.

    1864 trennte sich die ehemalige „Ansiedlung vor dem Kloster“ von der Gemeinde Gerlachshausen und nannte sich von da an „Gemeinde Münsterschwarzach“.

    1867 sorgte der Gemeinderat für die Anschaffung einer Feuerlöschmaschine für den Brandschutz. Zustimmung erhielt die Wehr vom Königlichen Bezirksamt in Volkach.

    Das Löschgerät, das auf einen Wagen aus Holz montiert war, kostete 430 Gulden. Bis 1874 oblag der Feuerschutz einer Pflichtfeuerwehr. Der Wunsch nach einer Freiwilligenwehr erfüllte sich ein Jahr später. Am 18. April 1875 wurde die Feuerwehr Münsterschwarzach gegründet. Der bisherige Chef der Pflichtfeuerwehr Johann Kieser war Kommandant.

    Erste Bewährungsprobe

    Bei einem Großbrand in der ehemaligen Papierfabrik bestand die Wehr ihre erste Bewährungsprobe. 1892 wurde eine Saug- und Druckspritze angeschafft. 1913 gründeten die Floriansjünger einen Sterbehilfekasse-Verein zur wirtschaftlichen Absicherung der Hinterbliebenen. Mehrere Brandeinsätze prägten die Jahre von 1914 bis zum Zweiten Weltkrieg.

    1925 gründete die Abtei Münsterschwarzach eine eigene Wehr, die sich bald zur Stützpunktwehr entwickelte und ein gutes Miteinander zur Jubelwehr pflegt. Diese schaffte 1950 ein neues Löschgerät an, das sich 1956 bei zwei Bränden in Gerlachshausen bewährte.

    In den 60er und 70er Jahren erhielt die Wehr ein Löschgerät TS 8 und neue Schutzanzüge. Mit großer Eigenleistung errichteten die Floriansjünger 1971 ihr Feuerwehrgerätehaus in der Sonnenstraße. Auch bei der Jugendwehr ging es in dieser Zeit voran.

    34 junge Männer erwarben die Jugendspange. 1984 bekam die Wehr Funkmelder, 1985 aus eigenen Mitteln ein Löschfahrzeug. Heute fahren die Einsatzkräfte mit einem LF 8 zum Einsatz. Seit 1999 hat die Wehr Atemschutzträger. 2000 übernahm Helmut Schuster die Posten des Kommandanten und Vorsitzenden. Seit 2011 steht Thomas Memmel auf der Kommandantenbrücke. Vor gut 25 Jahren ließ die Wehr die „Klosterer Kerm“ (Kirchweih) wieder aufleben.

    Das Festprogramm: Freitag, 7. September 18 Uhr Kirchweihumzug durchs Dorf ab Schulhof, anschließend Festbetrieb am Feuerwehrhaus in der Sonnenstraße. Samstag, 8. September ab 18 Uhr Kirchweihtreiben mit Live-Musik. Sonntag, 9. September 10.30 Uhr Festgottesdienst, 14 Uhr Festzug von der Schule zum Feuerwehrhaus. Montag, 10. September ab 18 Uhr Kirchweihfest.

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