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    MARTINSHEIM

    Erweiterung der Photovoltaikanlagen geplant

    Nicht auf jedem Acker dürfen Photovoltaikanlagen gebaut werden, heißt es in Werneck. Das Symbolbild entstand andernorts. Foto: climagy.de

    Die bereits bestehenden Photovoltaik-Anlagen „Pfanne“ und „Ohrengraben“ bei Gnötzheim sollen erweitert werden. Bei beiden soll dies innerhalb der 40-Meter-Bauverbotszone der A 7 erfolgen, sie sind bereits als Sonderflächen ausgewiesen. Dieser Absicht stimmte der Gemeinderat Martinsheim in seiner Sitzung am Montag in der alten Schule zu.

    Es sollen jeweils Module für weitere 375 Kilowattpeak (kWp) aufgestellt werden, wobei eine Genehmigung durch die Autobahndirektion noch aussteht, aber unter Auflagen in Aussicht gestellt wurde. Für das Gebiet „Pfanne“ ist der betroffene Bereich bereits im Bebauungsplan ausgewiesen, sodass keine Änderung nötig ist. Im Gebiet „Ohrengraben“ ist der Teilbereich jedoch als Brachfläche ausgewiesen. Dadurch wird eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich, bei der ein entsprechender Ersatz für diese Fläche festgelegt werden muss. Dies kann vermutlich in einem vereinfachten Verfahren mit nur einer Beteiligungsrunde durchgeführt werden.

    Bereits im Mai gab es eine Voranfrage für den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage an der A 7 bei Unterickelsheim. Hierfür lag jetzt der Antrag zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans und zur Änderung des Flächennutzungsplans vor. Die ausgewiesene Fläche soll 2,0 Hektar statt der ursprünglich geplanten 1,3 Hektar betragen, um etwas mehr Flexibilität bei der Anordnung der Module zu erhalten. Dabei soll die maximale Leistung jedoch auf 750 kWp beschränkt werden. Der Gemeinderat entschied, das Sondergebiet „Photovoltaik Kuhwasen“ zu nennen.

    Für das Baugebiet „An der Schulstraße“ in Martinsheim wurde der Bebauungsplan überarbeitet. Vor allem wurde der nördliche Grünstreifen von sieben Metern öffentlicher Grünfläche auf 1,5 Meter öffentliche und drei Meter private Grünfläche reduziert. Als Ausgleichsfläche wird eine gemeindeeigene externe Fläche nahe des Holzhäckselplatzes ausgewiesen. Außerdem wurde auf die Festsetzung eines Spielplatzes verzichtet.

    Auch der Entwurf des Bebauungsplans „Am Berg“ in Gnötzheim wurde geändert, wobei vor allem eine Baumreihe im Westen erhalten bleiben soll. Dadurch verschiebt sich der Wendehammer nach Osten. Von diesem soll ein Fußweg zum westlichen Gemeindeweg führen. Für beide Bebauungspläne soll baldmöglichst die Beteiligung der Öffentlichkeit durch Auslegung und das Einholen der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange beginnen.

    Der Neubau eines Zweifamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Carportanlage in Gnötzheim im Baugebiet „Bullenheimer Buck“ wurde genehmigt. Ebenso wurde der Voranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Schreinergasse in Martinsheim zugestimmt.

    Wie bereits in der April-Sitzung angekündigt, wird die Straße, die von der Kreuzung Langgasse und Schulstraße nach Nordwesten führt, auf den Namen „Unterm Hertzen“ gewidmet.

    Zur Renovierung der Kirche in Gnötzheim genehmigte die Gemeinde einen Zuschuss von 5000 Euro. Die vorgesehenen Gesamtkosten betragen 444 000 Euro.

    Die nächste Gemeinderatssitzung ist voraussichtlich am Montag, 8. Oktober.

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