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    Kitzingen

    Es tut sich was in der Siedlung

    Die Bürger und Bürgerinnen der Siedlung kurz vor Versammlungsbeginn im Stadtteilzentrum. Foto: Joachim Hofmann

    Über das Projekt "Soziale Stadt" referierte Sebastian Restetzki, Quartiersmanager und Ansprechpartner für die Siedlung, zu Beginn der Bürgerversammlung im Stadtteilzentrum. Das Stadtteilzentrum gilt als sozialer und kultureller Mittelpunkt und bietet vielfältige Angebote. Beispielsweise werde dort das Bürgercafe für Gesprächskreise, das Frauenfrühstück, das Seniorencafe und der Spieletreff ausgerichtet. Konzerte, Theater oder auch private Feiern finden im großen Saal statt, der Platz für 200 Personen bietet.

    Grünflächenkonzept

    Detailliert erklärte Restetzki zudem die Maßnahmen, die das Grünflächenkonzept für die Siedlung beinhaltet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Naherholungsgebiet Sickergrund, zu dem die Zustimmung der Landesregierung bereits vorliege, sagte er. Zwei Termine dazu werden unter Beteiligung der Bürger noch stattfinden. Die Umgestaltungen werden auch den Spielplatz in der Karlsbader Straße sowie in der Königsberger Straße betreffen, wobei, so der Quartiersmanager, der Spielplatz in der Königsberger Straße eine Begegnungsstätte für jedermann werden soll, für alle Generationen nutzbar, naturnah und barrierefrei.

    Über die Baumaßnahmen der Grund- und Mittelschule Siedlung gab Oliver Graumann, Leiter des Bauamtes, einen kurzen Abriss. Die Baumaßnahmen an der Grundschule seien beendet, die Sporthalle und der Rote Platz werden im nächsten Frühjahr fertiggestellt sein, sagte er. Die abgeschlossene Umgestaltung  mit Mensa und Hort, sei, so Oliver Graumann, eine gute und schöne Maßnahme, mit der man zufrieden sein könne.

    Architekt Harun Icli zählte die Baumaßnahmen in Bezug auf die Grundsanierung Sickergrund auf, die das 34 Jahre alte Bauwerk auf einen Stand bringen werden, die den aktuellen Vorschriften zu Barrierefreiheit, Brandschutz und Energieeffizienz entsprechen. Es wird eine neue Fassade geben,  neue Böden, Fenster und Decken. Im Erdgeschoss soll ein neues Foyer, ein Aufzug und neue Sanitärräume entstehen. Einbezogen wird auch der Tribünenbereich im ersten Stock. Harun Icli: "Es wird ein schickes Gebäude".

    Unmut der Bürger

    Klagen gab es von den Bürgern über vermehrtes Auftauchen von Ratten, die aus den Kanälen kommen, obwohl die Firma Schädlingsbekämpfung Lechner regelmäßig Köder in den Hausanschlüssen auslegt und diese auch monatlich austauschen. Auch seien die Hausanschlüsse geprüft und in Ordnung. Dazu merkte OB Siegfried Müller an, dass das Problem auch durch Komposthaufen entstanden sein könnte und dass die öffentlichen Kanäle geprüft werden.

    Aufgebracht waren die Bürger zudem über die Zustände am Spielplatz in der Karlsbader Straße. Die Beschwerden reichten von Lärmbelästigung, oft bis Mitternacht, verursacht von Jugendlichen, durch Partys und Motorengeräuschen der Mofas und Roller, über Fußballspielen auf den Rasenflächen der anliegenden Mietwohnungen bis hin zu unappetitlichen Angelegenheiten, wie die Nutzung des Spielplatzes als öffentliche Toilette oder als Müllablage.

    Hier wurde OB Müller deutlich: "Der Kinderspielplatz ist keine Feiermeile." Es werde eine Regelung durch eine Nutzungsordnung in Betracht gezogen, so dass bei Verstoß dagegen, auch Anzeige erstattet werden könne, sagte er. Müller riet den Anwohnern bei Vandalismus ruhig mal die Polizei zu rufen.

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