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    Fahrer Sternsinger bei Merkel: Bocksbeutel als Sicherheitsrisiko

    Paula, Magdalena, Lea und Joshua aus Fahr (Lkr. Kitzingen) vertraten als Sternsinger die Diözese Würzburg bei Kanzlerin Merkel. Sie waren überrascht, aber auch genervt.
    Die Sternsinger Joshua (15), Lea (15), Magdalena (15), Paula (14) und Begleiterin Theresa Scheuring (von links) aus Fahr am Main (Lkr. Kitzingen) vertraten das Bistum Würzburg am Dienstag beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit im Bild sind Pfarrer Dirk Bingener (links), Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", und Lisi Maier (Zweite von rechts), Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu sehen. Foto: Kindermissionswerk

    108 Sternsinger aus ganz Deutschland empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag im Kanzleramt in Berlin. Unter den jungen Botschaftern in ihren prächtigen Gewändern waren Paula (14), Magdalena (15), Lea (15) und Joshua (15). Die Ministranten aus der Gemeinde St. Johannes im Volkacher Ortsteil Fahr (Lkr. Kitzingen) vertraten mit ihrer Begleiterin Theresa Scheuring das Bistum Würzburg beim traditionellen Sternsinger-Empfang in der Bundeshauptstadt.

    "Wenn ihr überall in Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt ihr einen wunderbaren Brauch", begrüßte und lobte Merkel ihre "königlichen" Gäste. Je vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen waren am Dreikönigstag nach Berlin gereist, um dort die 300 000 Mädchen und Jungen, die sich bundesweit am Dreikönigssingen beteiligen, zu vertreten.

    Erst vehementes Bitten der Jugendlichen half

    Für die Sternsinger aus Fahr war nicht nur die Reise mit dem Zug sondern vor allem der Empfang durch die Kanzlerin ein unvergessliches Erlebnis. Schon während der Sicherheitskontrollen im Kanzleramt gab es den ersten Aufreger. Ein Bocksbeutel aus ihrer 600-Seelen-Gemeinde kam den Sicherheitskräften verdächtig vor. Erst vehemente Bitten der Jugendlichen, der Bocksbeutel sei das Mitbringsel der Franken für die Kanzlerin, öffnete dem Wein und seinen Überbringern die Türen ins Kanzleramt.

    "Die riesigen und offenen Räume im Kanzleramt haben mich fasziniert. Es war voll cool", erzählte Magdalena auf der Heimfahrt. Nach dem Umziehen stieg die Spannung. Mit Krone und Stern marschierten die Sternsinger zur Kanzlerin und waren überrascht: "Ich hatte mir Angela Merkel viel größer vorgestellt. Im Fernseher sieht sie größer aus als in echt", schilderte Lea. Paula empfand den Kontakt zu Merkel als "sehr nett". Nervig für sie waren die vielen Kontrollen schon am Bahnhof, teilweise mit Hund. In Bussen wurden die Jugendlichen zur Herberge gebracht, begleitet von Fahrzeugen der Bundespolizei.

    Begegnung für junge Menschen aus ganz Deutschland

    Betreuerin Theresa lobte die gute Organisation durch das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Die Begegnungen mit den anderen jungen Menschen aus Deutschland waren für sie neben dem Empfang die bedeutsamsten Eindrücke. "Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit" lautete das Leitwort der 62. Aktion Dreikönigssingen. Die größte Bitte der Sternsinger an die Kanzlerin war, sich gemeinsam mit vielen anderen dafür einzusetzen, "dass immer mehr Kinder in Frieden leben können".

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