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    Segnitz

    Familientreffen: Auf den Spuren des letzten Schmiedemeisters

    Auf den Spuren des letzten Schmiedemeisters besuchten die Nachkommen von Meister Georg Ott auch die Löchnersche Schmiede in Langenburg bei Crailsheim. Foto: Norbert Bischof

    Georg Ott war der letzte Schmiedemeister von Segnitz. Er zog 1919 mit seiner Ehefrau Anna und den beiden Töchtern Berta und Lena von Ippesheim nach Segnitz, um dort die Dorfschmiede zu übernehmen. In Segnitz wurden den Otts noch drei weitere Töchter, Marie, Margot und Frieda geboren.

    Am Wochenende trafen sich nun die Enkel, Urenkel und Ur-Urenkel des Schmiedeehepaares, um die Wurzeln ihrer Vorfahren zu erkunden und um Erinnerungen an das Leben in der Schmiede aufzufrischen. Bei einem Ausflug nach Langenburg bei Crailsheim besuchten die zum Teil weit angereisten Nachfahren aus Frankreich, Berlin, Hamburg, München, Offenburg und Stuttgart am Samstag zunächst die Löchnersche Schmiede, wo der Vorfahre von 1898 bis 1900 als Geselle angestellt war.

    70 Jahre Dornröschenschlaf

    Die Schmiede verfiel nach dem Tod des letzten Langendorfer Schmiedes in den 1930er Jahren in einen 70-jährigen Dornröschenschlaf, bis sie 2005 im Originalzustand als Museum eröffnet wurde. Bei einer Schmiedevorführung am Amboss und an der Esse durften die Besucher auch die Werkzeuge in die Hand nehmen, mit denen der Großvater schon gearbeitet hat.

    Ein weiteres Ziel des zweitägigen Familientreffens war am Sonntag das Museum Segeum in Segnitz, der Friedhof, ein Dorfrundgang und natürlich das Schmiedshaus, in dem die Ottstöchter aufgewachsen sind und Georg Ott sein Schmiedehandwerk ausübte. Der "Otts Mäster" betrieb seine Schmiedewerkstatt bis zu seinem Tod im Jahr 1956. Der Betrieb wurde anschließend bis 1960 von seinem Schwiegersohn Ernst Bischoff im Feierabendbetrieb weitergeführt, bis das Handwerk des Dorfhufschmieds dann allmählich aus der Mode kam.

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