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    KITZINGEN

    Kitzingen ist beim Tourismus vorn mit dabei

    Der Urlaub in Bayern ist gefragt wie nie. Davon profitiert der Tourismus in Mainfranken und auch in Kitzingen. Nach den neuesten Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik ist die Zahl der Übernachtungen über sieben Millionen gestiegen. Knapp 740 000 waren es im Landkreis Kitzingen. Das bedeutet ein Plus von gut sieben Prozent.

    In Kitzingen hat sich im Bereich Tourismus in den vergangenen Wochen einiges getan. Beispielsweise steht mit Vanessa Feineis eine neue Chefin an der Spitze der Touristinformation (wir berichteten). Auf die warten einige Herausforderungen, unter anderen auch der lange im Stadtrat diskutierte Umbau des Hauses an der Auffahrt zur Alten Mainbrücke.

    Mehr Übernachtungen

    Die positive Entwicklung in Sachen Übernachtungen hatte sich schon 2016 abgezeichnet. Julia Then – bis Ende Januar 2018 die Leiterin in der Touristinformation – hat in ihrem letzten Jahresbericht zu den Übernachtungszahlen festgestellt: „2016 gab es sage und schreibe 21,5 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Dies sei eine „unglaubliche Steigerung“. Und noch etwas habe sich verändert: In den vergangenen Jahren waren im Mai, September und Oktober freitags und samstags alle Betten belegt. 2017 sei das fast die gesamte Saison von April bis Oktober so gewesen.

    113 Euro am Tag

    Then machte folgende Rechnung auf: Laut Tourismusverband Franken gibt jeder Gast rund 113 Euro pro Tag (mit Übernachtungskosten) aus. Hochgerechnet würde dies für Kitzingen bedeuten, dass der Tourismus rund 5,5 Millionen Euro in die Stadt gebracht hat. Der Jahresbericht liefert noch einige interessante Zahlen, auch wenn Tagesgäste mit Rad, Bahn oder Auto statistisch nicht erfasst werden können.

    Wohnmobilstellplatz

    Der inzwischen mehrfach dekorierte Wohnmobilstellplatz wird laut Bericht in den Monaten April bis Oktober sehr gut angenommen, von November bis März eher mäßig. Rund 14 000 Gäste haben unter der Nordbrücke übernachtet (2010 waren es noch knapp 11 900). Auch hier bemüht Then Studien. Danach lässt jeder Wohnmobilgast fast 46 Euro pro Tag an seinem Urlaubsziel. Hochgerechnet ergebe sich danach eine Wirtschaftskraft von rund 660 000 Euro für Kitzingen. 40 Prozent entfallen danach auf Lebensmittel, 40 Prozent auf Gastronomie und 20 Prozent auf Freizeitgestaltung und Eintritte.

    Schiffsanlegestelle

    Die Zahl der Hotelschiffe, die an der Anlegestelle am Weinfestplatz festgemacht haben, war 2017 leicht rückläufig, heißt es im Jahresbericht weiter. Insgesamt machten 67 Schiffe fest, die je rund 140 Passagiere an Bord hatten. Auch hier gibt es Studien. Und danach lässt jeder Passagier rund 33 Euro in der Stadt. Hochgerechnet ergibt sich hier eine Kaufkraft von rund 290 000 Euro, die im Kitzinger Einzelhandel hängen geblieben sind. Dazu kommen laut Then Einnahmen für die Stadt Kitzingen wie Liegegebühren, Wasser, Strom oder Gästeführungen. Mittelfristig rechnet Then nicht mehr mit einer weiteren Zunahme der Hotelschiffe. Die Konkurrenz in diesem Bereich werde nicht zuletzt durch die neuen Anlegestellen in Volkach und Ochsenfurt größer.

    Weinwandertag kommt wieder

    Im Blick auf 2017 erinnert die Julia Then an den Kitzinger Weinwandertag, der 800 Besucher auf die Strecke durch die Weinberge zwischen Kitzingen und Repperndorf lockte. Am 6. Mai wird es den Tag wieder geben. Neu sind auch die regelmäßigen Stadtführungen, die seit Frühjahr 2017 in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule angeboten werden – von April bis Oktober immer samstags und sonntags um 11 Uhr.

    60 Jahre Weinfest

    Zu den herausragenden Veranstaltungen des Jahres 2017 zählt Then das 60. Kitzinger Weinfest. Bei der Gelegenheit hat die Symbolfigur Hofrat auch seinen 30. Geburtstag gefeiert. In bleibender Erinnerung wird der Tag der Franken am 2. Juli bleiben. „Ganz Franken hat nicht nur nach Kitzingen geschaut, sondern war gefühlt auch da“, stellt Then am Ende fest.

    Im Blick auf 2018 weist Then am Ende vor allem auf die neue TraumRunde Kitzingen-Sulzfeld hin. Die rund 13 Kilometer lange Strecke ist eine von sieben neuen Rundwanderwegen, die seit der Eröffnung vor zwei Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte im Landkreis Kitzingen wurden. Zudem wird die Landesgartenschau in Würzburg eine wichtige Rolle spielen.

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