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    Kitzingen

    Freitagsumfrage: "Mehr Organspenden könnten mehr Leben retten"

    Rita Engert, 67, Kitzingen: Bei der Organspende handelt es sich um eine Entscheidung von Tragweite. Diese Entscheidung sollte von jedem ganz bewusst getroffen werden. Deshalb befürworte ich die jetzige Lösung. Foto: Waltraud Ludwig

    In Deutschland gibt es zu wenig Organspender. Gesundheitsminister Jens Spahn wollte deshalb die gesetzlichen Bestimmungen ändern. Nach dem eingebrachten Gesetzesentwurf sollte jeder Bürger zum potentiellen Organspender werden, wenn er zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widerspricht oder die Angehörigen dies nach seinem Tod tun. Bei der jüngsten Abstimmung im Bundestag votierte jedoch die Mehrheit dafür, die bisherige Regelung beizubehalten. Somit dürfen auch weiterhin nur dann die Organe eines Verstorbenen entnommen werden, wenn dieser zu Lebzeiten aktiv in die Organentnahme eingewilligt hat.

    Was meinen die Bürger zu dem Bundestagsbeschluss? Sind sie derselben Meinung wie die Mehrheit der Abgeordneten oder wäre ihnen der Gesetzesvorschlag von Spahn lieber gewesen?

    Lieselotte Feller, 71, Gerolzhofen: Ich habe selbst einen Organspendeausweis. Wenn viel mehr Organe gespendet würden, könnten auch mehr Leben gerettet werden. Deshalb tendiere ich zu Spahns Vorschlag. Foto: Waltraud Ludwig
    Torsten Süß, 48, Kitzingen: Viele machen sich nicht die Mühe, einen Organspendeausweis zu beantragen. Durch Spahns Gesetzesvorlage wären mehr Organe zur Transplantation zur Verfügung gestanden. Ich wäre dafür gewesen. Foto: Waltraud Ludwig
    Benjamin Meisel, 31, Marktsteft: Welches Gesetz besser ist, weiß ich nicht. Aber ich habe Bedenken, dass Organspenden für kriminelle Machenschaften missbraucht werden. Deshalb ist mir die jetzige Regelung lieber. Foto: Waltraud Ludwig

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