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    GROßLANGHEIM

    Gemeinde bleibt weiter schuldenfrei

    Letzte Erdarbeiten werden derzeit im dritten Bauabschnitt des Großlangheimer Baugebiets Am Viehtrieb durchgeführt. Wenn ... Foto: Winfried Worschech

    Erstmals über fünf Millionen Euro steigt der Haushalt des Marktes Großlangheim. In diesem Jahr beträgt das Gesamtvolumen 5 248 432 Euro, wovon 2 804 401 Euro auf die Verwaltung und 2 444 031 Euro auf den Vermögensetat entfallen. Haushaltsplan und -satzung wurden einstimmig verabschiedet. Trotz hoher Investitionen bleibt die Gemeinde schuldenfrei, „aber wir werden uns weiterhin wie in den vergangenen Jahrzehnten auf die Hinterbeine stellen, bodenständig und sparsam wirtschaften und alle größeren Unternehmungen Schritt für Schritt angehen“, gab Bürgermeister Karl Höchner die weitere Marschrichtung vor.

    Er zeigte sich überzeugt, dass auch der Anschluss des Großlangheimer Abwassers an die Kitzinger Kläranlage in den kommenden Jahren finanziell gut über die Bühne gebracht werde, „da dann die Einnahmen aus dem Verkauf der Bauplätze des dritten Bauabschnitts im Baugebiet Viehtrieb fließen werden“. Auch VG-Kämmerin Antje Teutschbein zeigte sich in ihrer Schlussbemerkung bezüglich größerer Aufgaben in den kommenden Jahren optimistisch: „Entscheidend ist, dass die Gemeinde seit Jahren ihre Schuldenfreiheit bewahren kann und dennoch weitreichende Entwicklungsmaßnahmen durchführen konnte. Größere unabwendbare Maßnahmen sollte bei einer weiterhin gesunden und nachhaltigen Investitionspolitik keine größeren Probleme bereiten“.

    Haupteinnahmequellen im Verwaltungshaushalt sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (907 687 Euro), Schlüsselzuweisungen (495 196), Gewerbesteuer (440 000), Grundsteuer B (89 400), Einkommenssteuerersatzleistungen (66 882), Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (43 531), Grundsteuer A (16 200) und die Grunderwerbssteuer (5000). Auf der Ausgabenseite stehen die Kreisumlage (586 860), VG-Umlage (195 050), Gewerbesteuerumlage (108 400) und die Schulverbandsumlage (86 500). Einen kräftigen Schub nach oben gab es bei den Personalausgaben, die von 485 955 Euro im Jahr 2017 auf nunmehr 636 730 Euro stiegen. Unter dem Strich verbleibt im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 579 631 Euro, der dem Vermögensetat zugeführt wird und zur Deckung der Kosten für die Erschließung des dritten Bauabschnitts im Viehtriebbaugebiet reichen würde, da in diesem Fall für Straßen- und Kanalbau, Wasserversorgung und Beleuchtung und Erdarbeiten 579 100 Euro veranschlagt sind.

    Weitere größere Brocken im Vermögenshaushalt sind die Einrichtung einer Kinderkrippe (200 000 Euro), Planung und Vorarbeiten für die Entsorgung des Abwassers (200 000), Erwerb bebauter und unbebauter Grundstücke (60 000), Platz beim ehemaligen Anwesen Hofmockel (40 000), Investitionsumlage für den Schulverband Wiesentheid (21 750) und Ausgaben für Feuerwehr und Bauhof (10 000).

    Auf der Einnahmenseite beim „Vermögen“ stehen die schon genannte Zuführung aus der Verwaltung, die Investitionspauschale (126 500 Euro), Investitionszuweisung für das ehemalige Hofmockel-Anwesen (37 200), Verkauf von Grundstücken im Baugebiet Viehtrieb (30 000), Förderung von Digitalfunkgeräten (20 000) und Straßenausbaubeiträge im Baugebiet (10 000). Zum weiteren Ausgleich des Vermögensetats werden den Rücklagen 402 719 Euro entnommen.

    wwo

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