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    Kleinlangheim

    Gemeinderat verabschiedet Rekordhaushalt in Kleinlangheim

    Den bisher höchsten Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 5 445 190 Euro verabschiedete der Kleinlangheimer Marktgemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend. Hohe Investitionen für Sanierungen im Schleifweg und in der Bahnhofstraße einschließlich Pfarrgasse bis zur Hauptstraße, Ausbau- und Sanierungsarbeiten in Kindergarten und Schule, Neu- und Umbau von Regenüberlaufbecken (RÜB), Kosten für den Anschluss an den Abwasserzweckverband Schwarzacher Becken, Dorferneuerung in Atzhausen, Planungskosten für verschiedenen Baumaßnahmen und weitere Ausgaben ergeben im Vermögenshaushalt einen Betrag von 2 125 787 Euro. "Wir haben in den letzten sechs Jahren rund elf Millionen Euro investiert", sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier dazu. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 3 319 403 Euro ab.

    Die wichtigsten Eckdaten trug VG-Kämmerin Antje Teutschbein vor. Haupteinnahmen sind die Schlüsselzuweisungen (850 352 Euro), der Anteil an der Einkommenssteuer (814 000 Euro), Gewerbesteuer (215 000 Euro), Grundsteuer B (116 000 Euro) und der Einkommenssteuerersatz (60 125 Euro). Dem stehen Ausgaben für die Kreisumlage (640 051 Euro), VG-Umlage (233 832 Euro) und die Schulverbandsumlagen ohne Investitionsumlage (127 400 Euro) gegenüber.

    Hohe Ausgaben für Kanalarbeiten und Straßenbau

    Im Vermögenshaushalt müssen für die Sanierungsarbeiten im Schleifweg für Kanal, Wasserleitung, Straßenbau, Breitband und Beleuchtung insgesamt 749 100 Euro ausgegeben werden. Sanierungsarbeiten in der Schule schlagen mit 350 000 Euro zu Buche und für den Kindergartenausbau sind in diesem Jahr 100 000 Euro fällig. Ebensoviel ist für die Platzgestaltung vor dem Atzhäuser Feuerwehrhaus im Zuge der Dorferneuerung angesetzt. Neu- und Umbau von RÜB in Kleinlangheim und Atzhausen und der Neubau einer Druckleitung von Kleinlangheim nach Atzhausen verursachen Kosten von fast 200 000 Euro. Für Sanierung von Kanal und Wasserleitung in der Bahnhofstraße und eines Teils der Pfarrgasse sind 105 000 Euro angesetzt.

    Auf der Einnahmenseite im "Vermögen" stehen die Entnahme des Sollüberschusses aus dem Jahr 2019 (773 315 Euro), die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (474 525 Euro), Investitionszuweisungen für Schule und Kindergarten (380 000 Euro), die Investitionspauschale (143 000 Euro), die Beiträge für die Bahnhofstraße (130 000 Euro), Investitionszuweisungen für Haidt und Atzhausen (85 400 Euro) und der Zuschuss für den Gehwegausbau in der Bahnhofstraße (50 000 Euro).

    Kredit wird wohl nötig sein

    Der Schuldenstand der Gemeinde belief sich nach Angaben der Kämmerin Ende 2019 auf 961 120 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 567 Euro pro Einwohner entspricht. Er wird Ende 2020 voraussichtlich 941 680 Euro betragen. Die Kämmerin bezeichnete die finanzielle Lage unter Berücksichtigung der bereits begonnenen und vorgesehenen Projekte als "sehr angespannt", weshalb die Gemeinde in den kommenden Jahren nicht um eine Kreditaufnahme herumkommen werde.

    Was auch daran liegt, dass für den Abwasseranschluss  an den Abwasserzweckverband (AZV) Schwarzacher Becken in den kommenden Jahren mit dem Neu- und Umbau von RÜB, der Druckleitung nach Atzhausen, dem Rückbau der Kläranlage, den Beitrittskosten an den AZV und der Kostenbeteiligung am Umbau der Kläranlage des Zweckverbandes etwa 3,8 Millionen Euro ohne die fälligen Honorarkosten anfallen dürften. Was Bürgermeisterin Gerlinde Stier keine schlaflosen Nächte bereitet, "da der Anschluss noch einige Jahre dauern dürfte." Sorgen bereiten ihr dagegen eher die Forderungen des Wasserwirtschaftsamtes zur hydraulischen Überprüfung des Anschlusses an den Zweckverband, zum Rückbau des RÜB und zur Fremdwasserbeseitigung, "da macht das Amt ganz schön Druck."

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