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    Abtswind

    Gesichtsmasken mit Liebe von Hand genäht

    Astrid Meyer (links) und Diana Höfer nähen Mund- und Nasenmasken solange Bedarf besteht.
    Astrid Meyer (links) und Diana Höfer nähen Mund- und Nasenmasken solange Bedarf besteht. Foto: Gerhard Krämer

    Soll man nun einen Mundschutz in Zeiten von Corona tragen oder nicht? Astrid Meyer und ihre Schwester Diana Höfer aus Abtswind wollten nicht solange warten, bis es verpflichtend wird. Seit über einer Woche fertigen sie im Handwerksraum von Astrid Meyer an der Nähmaschine verschiedene Modelle von Mund- und Nasenmasken.

    "Näht" lautete der Rat einer Freundin. Den befolgten Astrid Meyer und Diana Höfer. Da sie sich kunsthandwerklich dem Upcycling verschrieben hat und alle Jahre bei der Abtswinder Adventswerkstatt mit neuen Kreationen überrascht, konnte Astrid Meyer auf viele Stoffe in ihrem Lager zurückgreifen. Zumal sie auch immer wieder Stoffe für Ausstattung der Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr benötigt. Bettwäsche, aber auch nicht mehr getragene Hemden ihres Mannes befinden sich im Lager. Alles Baumwollstoffe, die in die Kochwäsche können.

    So saßen die beiden Frauen dann im Handwerksraum im Keller und begannen mit dem Zuschnitt der Stoffe. Eine Arbeit, die viel Zeit kostet. Die ersten Prototypen der Gesichtsmasken entstanden.

    Freude über Hilfsbereitschaft

    Doch zum Freundeskreis zählt der Wiesenbronner Frank Ackermann. In seiner Firma kann er nicht nur Holz, Verbundwerkstoffe oder Kunststoffe zuschneiden und formen, auch textile Werkstoffe kann er verarbeiten. "Ein Anruf hat genügt", freut sich Astrid Meyer über die Hilfsbereitschaft. Schon am nächsten Tag sei sie mit zwei Wäschekörben voll nach Wiesenbronn gefahren. Kurze Zeit später konnte sie das zugeschnittene Material wieder mitnehmen. "Das erleichtert die Produktion", freut sich Diana Höfer.

    Der Korb füllt sich.
    Der Korb füllt sich. Foto: Gerhard Krämer

    Mittlerweile sind 100 Stück der Gesichtsmasken entstanden. Keine medizinischen Masken, die Masken garantieren auch keinen Schutz vor einer Ansteckung. Sie können aber helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden, sind sich die beiden Näherinnen sicher.

    Masken sollen nicht verkauft werden

    80 Stück der Gesichtsbedeckungen sind schon weg – verschenkt oder gegen eine Spende abgegeben. Denn: "Wir wollen die Masken auf keinen Fall verkaufen", betont Diana Höfer.

    Die Spenden kommen einem guten Zweck zugute. Diana Höfer arbeitet an der Berufsfachschule Mariahilf in Bamberg. Dort gibt es alle Jahre Hilfsprojekte der Schüler. Die Spenden für die mit Liebe von Hand genähten Mund- und Nasenmasken fließen zum Erich Kästner Kinderdorf in Oberschwarzach.

    "Wir produzieren, solange Bedarf da ist", versichert Astrid Meyer. Zugeschnittene Stoffe habe sie auch schon an eine Freundin weitergegeben, die selber nähen möchte. Da die im Fundus vorhandenen Gummibänder zur Neige gehen, lässt Astrid Meyer erfinderisch werden. Sie schneidet den Stoff einer alten, weißen Sport-Jogginghose in Streifen. Die erfüllen dann die Funktion der Gummibänder.

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