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    Kitzingen

    Goldene Ehrennadel für Henneberger zum Jubiläum

    Vizepräsident Michael Bissert (von links) und Präsident Walter Heußlein von der Handwerkskammer für Unterfranken verliehen Innungsobermeisterin Monika Henneberger und der Kitzinger Friseur-Innung eine Ehrenurkunde zum 100-jährigen Jubiläum und auch Dieter Eser ehrte Monika Henneberger. Horst Keim wurde Ehrenmitglied der Jubiläums-Innung. Foto: Hartmut Hess

    "Wir haben den tollsten Beruf der Welt und die täglichen Komplimente der Kunden tun uns gut", sagte Monika Henneberger, Obermeisterin der Kitzinger Friseur-Innung, beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Innung.

    Den offizielle Höhepunkt des Festaktes bildete die Ehrung des Michelfelders Horst Keim, den die Innungsobermeisterin zum neuen Ehrenmitglied ernannte. Der 76-Jährige hatte mit seiner Frau Lydia Keim bis 2008 einen Friseursalon geführt und engagiert sich seit 1968 ehrenamtlich in der Innung. Zudem überreichte ihm der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer.

    Seit 19 Jahren Innungsobermeisterin

    Dieter Eser, Vorsitzender der Friseur-Innungen Unterfranken ehrte Monika Henneberger für fast 50 Jahre Wirken in der Innung mit der Goldenen Ehrennadel des bayerischen Friseur-Handwerks. Sie sei eine Paradebeispiel dafür, sich ehrenamtlich für einen Berufsstand einzustehen. Ihr Vater, Karl Pfister, hatte sie schon als junge Frau zu Innungssitzungen mitgenommen, folgend bekleidete sie 30 Jahre lang das Amt der Schriftführerin in der Innung.

    Seit 19 Jahren fungiert die Mainbernheimerin nun als Innungsobermeisterin und seit fünf  Jahren zusätzlich als Kreishandwerkmeisterin. Vorstandsmitglied Lydia Keim hielt eine Laudatio auf Monika Henneberger, die sie als Berufskollegin und Mensch sehr zu schätzen wisse und Geschäftsführerin Elisabeth Hofmann hatte Blumen für die beiden Vorstandsmitglieder parat.   

    Spiegelbild der Seele

    "Mir war es sehr wichtig, ihnen persönlich und auch in Namen des Landkreises Kitzingen gratulieren zu können", sagte Landrätin Tamara Bischof. Die Friseure würden tagtäglich am Menschen arbeiten und die Haare würden als Spiegelbild der Seele gelten. Es sei bestimmt nicht immer einfach, die mitunter anspruchsvollen Kunden zufrieden zu stellen und ihnen die Frisur zu verleihen, die auch zum Typ Mensch passe.

    Dieter Eser würdigte Monika Henneberger und ihren Mitstreiter in der Kitzinger Innung für die gute Zusammenarbeit und der Ausrichtung von Frisuren- und  Mode-Präsentationen. Walter Heußlein fand, dass das Handwerk und die Gesellschaft viele Veränderungen in der Technik, Wirtschaft und Gesellschaft erlebt hätten. Im Kern würden nur zufriedene Kunden zählen und die  Mitgliedsbetriebe in der Kitzinger Innung hätten sich im Sinne der Kundenzufriedenheit dargestellt. Die Handwerkskammer würde auf starke Innungen für das ehrbare Handwerk bauen und die ehrenamtlichen Funktionäre in den Innungen würden mit das Rückgrat bilden.

    Meisterbrief ist Qualitätssiegel

    "Die Verbindung von Persönlichkeit und Qualität sind die Grundlage des Friseurhandwerks und das Handwerk stellt einen unverzichtbaren Teil unserer Gesellschaft dar", so Walter Heußlein. Er betonte, dass der Meisterbrief nach wie vor das beste Qualitätssiegel für das Handwerk sei. Er gratulierte der Innung zusammen mit seinem Vizepräsidenten Michael Bissert aus Iphofen. Sie überreichten eine Ehrenurkunde für die Innung zum runden Geburtstag. Gerhard Hecht, Direktor der Karlstädter Berufsschule, betonte, dass die Innung 100 Jahre Geschichte geschrieben habe. Landtagsabgeordnete Barbara Becker ging darauf ein, wie wichtig es sei sich zusammenzuschließen, um als Berufsstand gehört zu werden. Ebenfalls ein Grußwort sprach Kitzingens Bürgermeister Stefan Güntner.

    Monika Henneberger blickte auf die 100 Jahre der Innung mit ihren heute 33 Mitgliedern zurück. Die bewegte Geschichte geht bis ins Jahr 1919, damals habe das Rasieren noch 80 Pfennige gekostet und es brauchte eigens einen Beschluss, damit am zweiten Weihnachtsfeiertag die Salons geschlossen bleiben durften. Für den musikalischen Rahmen des Festabends sorgte das Duo Double One, mit ihrem Auftritt lockerte die Kitzingerin Nicole Starkmann den Abend auf. Sie schilderte am Mikrofon ihr Malheur mit ihrer Frisur und forderte damit manchen Lacher heraus.  

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