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    Albertshofen

    Gotteslob in musikalischer Form

    Die erste Frau, die in der Geschichte des evangelischen Posaunenchors in Albertshofen dirigierte, war die Pfarrers-Gattin Lore Kunstmann (Bildmitte). Auf dem historischen Bild ist sie mit dem Posaunenchor im Jahr 1963 beim Empfang des damaligen Pfarrers Helmut Lutz zu sehen. Foto: Sammlung Posaunenchor Foto: Hartmut Hess

    Der evangelische Posaunenchor Albertshofens feiert am Sonntag, 12. Mai, sein 70-jähriges Bestehen mit einem Fest- und Nachbarschafts-Gottesdienst um 10 Uhr in der St. Nikolaus-Kirche unter dem Motto: "Das Lob Gottes im Wandel der Zeit". Der Kirchenmusiker und ehemalige Albertshöfer Alexander Serr wird den Festgottesdienst als Organist mitgestalten. Daneben wird die Bezirksobfrau für Dekanatsposaunenchöre, Andrea Wagner, treue Musiker ehren und anschließend gibt es das Kirchencafe im Kirchhof.

    Der evangelische Posaunenchor war im November 1948 gegründet worden mit den Musikern Helmut Uhl, Artur Gernert, Michael Hütter, Gründungsobmann Adolf Will und Gründungschorleiter Reinhold Hütter. Eine Geldsammlung bei der damaligen Pfingstgemeinde ermöglichte die Anschaffung von Instrumenten und Noten. Das Quintett studierte einige Choräle ein und am 1. Januar 1949 war es so weit: Der erst Auftritt während des Silvesternachtläutens auf dem Kirchplatz. "Ich war damals neun Jahre alt und spielte alleine Sopran", erinnert sich der spätere Chorleiter Artur Gernert, der als einziges Gründungsmitglied heute noch im Chor aktiv ist, noch gut an seine Premiere. Unter dem damaligen Chorleiter Adam Schmitt herrschten strenge Sitten, "da hab ich mir schon mal Tadel eingefangen, wenn ich zuhause nicht geübt oder in der Chorprobe eine Dummheit gemacht hatte", schrieb Artur Gernert in seinen Erinnerungen nieder.

    In den 1960er-Jahren sprang der Vorkriegs-Bürgermeister Paulus Will ein, ehe 1956 ein neuer Pfarrer nach Albertshofen kam. Dessen Gattin Lore Kunstmann übernahm 1956 die Chorleitung und unter ihrer Regie wuchs der Posaunenchor auf 15 Musiker an. Längst war die Gruppe aus dem kirchlichen und weltlichen Leben in der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. 1968 wechselte der Dirigentenstab zu Artur Gernert, der zwischen 1963 und 1993 als Chorobmann am längsten die Verantwortung für den Posaunenchor trug. Von 1948 bis heute waren insgesamt 70 Musiker im Posaunenchor aktiv. Die Gemeinschaft um Chorleiter Ralf Konrad umfasst heute 23 Musiker, die sich dem Gotteslob in musikalischer Form widmen. .

    "Wir spielen, wenn es gewünscht wird, auch bei offiziellen Terminen der Gemeinde und bei Beerdigungen, auch in Mainsondheim wenn es Angehörige wollen", sagt Chorobmann Alfred Sattes. Inklusive weltlicher Termine und im Dekanatsbezirk Kitzingen kommt der Posaunenchor pro Jahr auf um die 80 Auftritte.

    Die einstige Pfarrers-Gattin Lore Kunstmann (Bildmitte) dirigierte als erste Frau in der Geschichte den evangelischen Posaunenchor in Albertshofen. Die historische Aufnahme zeigt den Chor im Jahr 1959 bei der Weinweihung der Mainfähre zwischen Albertshofen und Mainstockheim. Foto: Sammlung Posaunenchor Foto: Hartmut Hess

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