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    Marktbreit

    Grund- und Hauptschulverband diskutieren Nachmittagsbetreuung

    Mittagsbetreuung oder offene Ganztagsschule? Eine Frage, mit der sich der Grund- und der Mittelschulverband Marktbreit am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Sitzung auseinander setzte, um am Ende einer Entscheidung auszuweichen. Die soll erst im kommenden Jahr nach den Kommunalwahlen im März gefällt werden, da mindestens vier der sechs Bürgermeister in den Gremien ausgetauscht werden.

    Gut vorbereitet und mit klarer Meinung präsentierte Rektorin Brigitte Ertl die Vor- und Nachteile beider Formen der Mittagsbetreuung für die beiden Marktbreiter Schulen. Beide Betreuungsformen finden im Anschluss an den regulären Unterricht statt, von Montag- bis Donnerstagnachmittag, der Freitag ist bei beiden möglich. Bei der Mittagsbetreuung, die von einem Träger gestaltet wird, in Marktbreit die AWO, zahlen die Eltern an allen Tagen einen Beitrag, beim offenen Ganztag nur Freitags.

    Die Unterschiede

    Der offene Ganztag ist quasi eine Fortsetzung der Schule am Nachmittag, die Teilnahme ist verpflichtend, Befreiungen davon nur in wenigen Ausnahmen möglich. Da ist der offene Ganztag deutlich flexibler. Und es wird beim Ganztag am Betreuungsschlüssel gespart, ein Rückzugsraum ist nicht möglich. Auch wenn der Ganztag für die Eltern finanziell günstiger wäre, ihre Freiheiten würden deutlich eingeschränkt.

    Glück hatten beide Verbände mit einer schnell arbeitenden Verwaltung: Da auch der Bund in die Förderung der digitalen Ausstattung von Schulen einstieg, zog der Freistaat sein Förderprogramm zurück. Da aber für den Grund- und Mittelschulverband bereits Förderanträge gestellt und auch bewilligt waren, werden diese auch ausgezahlt. Dafür werden nun entsprechende Ausschreibung vorgenommen. Für die Bundesmittel zum "DigitalPakt Schule" wird der Förderantrag gestellt und ebenfalls eine Ausschreibung durchgeführt.

    Zahl der Grundschüler stabil

    Dies hat allerdings Auswirkungen auf die Haushalte der beiden Verbände. Neben der üblichen Verwaltungsumlage zur Deckung des durch sonstige Einnahmen nicht gedeckten Bedarfs wird eine einmalige Investitionsumlage in Höhe von 307 Euro pro Grundschüler und 1134 Euro pro Mittelschüler erhoben. Während die Zahl der Mittelschüler mit gerade mal 67 erneut einen Tiefstand erreicht, bleibt die Zahl der Grundschüler stabil bei 244.

    Nach wie vor sehr zufrieden sind Verbandsräte und Schulleitung der Mittelschule mit dem Wechsel des Schulverbunds von Ochsenfurt nach Iphofen/Scheinfeld, wo die Zusammenarbeit auf Augenhöhe läuft und auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. Mittelschulverbandsvorsitzender Erich Hegwein sagte Schulleiterin Ute Krueger zu, wenn möglich auf dem "kleinen Dienstweg" zumindest stundenweise eine sozialpädagogische Hilfskraft für die Schule zu organisieren.

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