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    Kitzingen

    Höchste BFV-Auszeichnung: SSV Kitzingen erhält Goldene Raute

    Der SSV Kitzingen erhielt die Goldene Raute des BFV. Das Bild zeigt bei der Übergabe (von links) den Zweiten Vorsitzenden Christian Hofrichter, Ehrenamtsbeauftragten Dieter Köberle, Vorsitzenden Mathias Rumpel, Kreisehrenamtsbeauftragten Ludwig Bauer und Manfred Marstaller, den Sportreferenten der Stadt Kitzingen. Foto: Steffen Forstner

    Der SSV Kitzingen erhielt im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am Freitagabende eine große Würdigung. Aus den Händen des Kreisehrenamtsbeauftragten im Spielkreis Würzburg, Ludwig Bauer, wurde der Verein mit der höchsten Auszeichnung des Bayerischen Fussballverbands (BFV), der Goldenen Raute, geehrt.

    Weder die sportliche Leistung, noch ein Tabellenplatz sind dabei ein Gradmesser für die Verleihung des Preises. Vielmehr zeichnet der Verband mit diesem Gütesiegel Vereine aus, die in den Bereichen Jugendarbeit, Ehrenamt, Prävention und Breitensport längerfristig hervorragende Leistungen erbringen und damit dem Motto des DFB – "Fußball ist mehr als ein 1:0, Fußball ist soziale Verantwortung" – gerecht werden. Von jeweils zehn Vorgaben in den genannten Bereichen müssen in jedem mindestens vier bestimmte Kriterien erfüllt werden, um die Goldene Raute erhalten zu können.

    Für 2024 winkt der Sprung in die "Rauten-Champions-League"

    "Gute Restaurants bekommen Sterne, und Vereine, die Besonderes leisten, werden mit der Raute ausgezeichnet", so drückte es Bauer in seiner Laudatio aus und lobte das große ehrenamtliche Engagement beim SSV Kitzingen. Was in der Wirtschaft die Zertifizierung sei, stelle in einem Sportverein die Goldene Raute als eine Bestätigung der von ihm selbst erreichten Qualifikation dar. Gesellschaftlich sei der SSV nun gewissermaßen in die "Rauten-Europa-League" aufgestiegen und könne gemäß den Statuten des BFV im Jahr 2024 den Sprung in die "Rauten-Champions- League" schaffen.

    Rein sportlich ist der Siedler-Sportverein von der Königsklasse im Fußball zwar ein gutes Stück entfernt, doch gelang dem SSV in der vergangenen Saison als Kreisliga-Meister der Sprung in die Bezirksliga. Voll des Lobes war Vorsitzender Mathias Rumpel angesichts von erreichten 81 Punkten bei satten 23 Zählern Vorsprung auf den ersten Verfolger, Bayern Kitzingen. Seit Datenerfassung des BFV habe noch nie ein Team derart souverän die Meisterschaft errungen, stellte der Funktionär stolz fest.

    Die eigenen Talente sollen im Verein gehalten werden

    Damit zukünftig weitere Erfolge hinzukommen, ist dem Verein weiterhin sehr an der Nachwuchsförderung gelegen. Umso enttäuschender war es für die Verantwortlichen, dass die eigene A-Jugend-Mannschaft (U19) kurz vor dem Start der Vorsaison wegen Spielermangels vom Spielbetrieb abgemeldet werden musste. Inzwischen hat der Klub eine Lösung für das Problem gefunden. Ab der kommenden Saison wird der SSV eine Juniorenspielgemeinschaft mit dem Nachbarn Bayern Kitzingen bei den U19-, U15-, und U13-Junioren eingehen, wie der stellvertretende Jugendleiter, Bernd Wenkheimer, vortrug. Dadurch solle gewährleistet werden, die eigenen Talente langfristig im Verein halten zu können. "Vereine, die nicht mit der Zeit gehen, gehen mit der Zeit", sagte Ludwig Bauer in seiner Festrede noch philosophisch. Der SSV Kitzingen scheint ihn beim Wort zu nehmen.

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