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    Schwarzenau

    In Schwarzenau stinkt´s zum Himmel

    70 Schwarzenauer trugen Bürgermeister Volker Schmitt im Haus der Gemeinschaft ihre Sorgen vor. Foto: Peter Pfannes

    In Schwarzenau stinkt es zu bestimmten Tageszeiten zum Himmel: Über erhebliche Geruchsbelästigungen beschwerten sich deshalb in der Bürgerversammlung in Schwarzenau etliche Bürger. "Unsere Lebensqualität ist gemindert", sagte Elke Vogt und bekam große Zustimmung aus der Runde der 70 Teilnehmer. Ihr Appell richtete sich an die Gemeinde: "Wenn sich da nichts ändert, dann gründen wir eine Bürgerinitiative."

    Georg Pataky ergänzte, dass der Gestank in den letzten Jahren immer schlimmer geworden sei und nicht abgestellt werde. "Ich kann Elke Vogt nur unterstützen." Bei ungünstigem Wind käme dann noch der extreme Geruch von der Asphaltmischanlage am Sportgelände dazu. Pataky wünscht sich einen Messwagen, der die Luftemissionen exakt feststellt.

    Starker Ammoniakgeruch

    Die Situation: Elke Vogt wohnt in der Raiffeisenstraße nahe am Staatsgut. Die Probleme mit starkem Ammoniakgeruch habe es früher in dieser penetranten Form nicht gegeben, betonte die Beschwerdeführerin. "Dieser ständige Gestank, das geht nicht." Sie glaubt, dass etwas bei der Schweinzucht nicht stimmt und hofft auf die Unterstützung durch die Gemeinde. Bürgermeister Volker Schmitt versprach, sich mit Thomas Schwarzmann, dem neuen Leiter des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums  (LVFZ) Schwarzenau in Verbindung zu setzen und eine Klärung herbeizuführen.

    Helmut Pfriem teilte mit, dass in der Dettelbacher Straße - "eine herrliche Zufahrtsstraße nach Schwarzenau" -immer mehr Obstbäume absterben. Schmitt antwortete, dass die Situation bekannt sei. "Diese Pflanzungen sind uralt." Ein Bürger glaubte die Ursachen für das Absterben der Bäume zu kennen: "Es wird beim Mähen bis an die Stämme herangemäht und die Rinde verletzt." Außerdem werde an den Baumkronen ständig herumgeschnitten. "Warum lässt man die Bäume nicht einfach von Natur aus wachsen und schneidet nur das weg, was zur Straße hin stört?"

    Mit Blick auf Neupflanzungen bat Thomas Sauer den Gemeindechef: "Bitte keine Nussbäume,  sondern Obstbäume pflanzen." Einen freien Zugang zum Main entlang des Campingplatzes wünscht sich Bernhard Pfriem. Er bat Schmitt darum, beim Wasserwirtschaftsamt nachzufragen, ob man den Weg am Main nicht ganzjährig freigeben könnte.

    Gemeinde soll Vorbild sein

    Otto Ungemach ging auf das Volksbegehren "Rettet die Bienen" ein und wandte sich an den Bürgermeister: "Warum werden die Mainwiesen am Aussichtsturm so früh im Jahr gemulcht?" Nach seiner Ansicht sollte die Gemeinde beim Natur- und Artenschutz Vorbild sein.

    Georg Pataky erinnert daran, dass Feuerwerke nur an Silvester erlaubt sind. "In Schwarzenau werden bei vielen privaten Festlichkeiten Feuerwerke abgebrannt", wies er auf Missstände hin. Schmitts Antwort: "Wir genehmigen diese Feuerwerke nicht und weisen im nächsten Amtsblatt darauf hin."

    Große Verkehrsprobleme prophezeite Andrea Barth in naher Zukunft für den Lerchenbühlweg, wenn dort neue Bauplätze entstehen. Wegen des Spielplatzes seien dort viele Kinder unterwegs. Außerdem fahren im Lerchenbühlweg täglich riesige Traktoren. Das Gemeindeoberhaupt freute sich am Ende über die gute Resonanz an der Bürgerversammlung: "70 Teilnehmer, Respekt."

    Feine Nasen haben in Schwarzenau derzeit nichts zu lachen. In der Bürgerversammlung beschwerten sich Schwarzenauer über starke Geruchsbelästigungen. Foto: Peter Pfannes

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