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    Mainstockheim

    Kanalnetz: Warten auf die Abrechnung

    Erst in nichtöffentlicher Sitzung berieten die Mainstockheimer Räte über die Zukunft der Lore aus den Stollen der Kalksteintiefbaue. Foto: Robert Haaß

    Seit dem Jahr 1995 arbeitet die Gemeinde Mainstockheim an der Verbesserung des Kanalnetzes. Jetzt könnte ein Ende in Sicht sein, denn in der Ratssitzung am Dienstagabend beschlossen die Räte nun auch die letzten beiden Kanalstränge anzugehen. Das wird auch Zeit, denn schon seit dem Jahr 1997 hat die Gemeinde eine Verbesserungsbeitragssatzung erlassen und Vorauszahlungen von den Bürgern verlangt. Und die warten natürlich auf eine Endabrechnung.

    Zwei Kanalstränge sind nun noch zu erneuern, so die jüngste Analyse des beauftragten Ingenieurbüro Köhl. Da ist einmal der Kanal parallel zum Riedgraben, der bei einem zweijährigen Regenereignis nicht genügend Wasser abführen kann und überläuft. Hauptgrund dafür ist eine Drosselung des Abflusses: Ein 60 Zentimeterkanal trifft auf einen 30 Zentimter dicken Kanal. Die Folge: Dort staut das Wasser zurück und quillt aus den Einläufen heraus. Hier muss also ein neuer, stärkerer Kanal eingebaut werden, was rund 720 000 Euro kosten dürfte.

    Aufdimensioniert werden muss auch ein Teil des Kanals in der Bergstraße. Hier kommt noch eine neue Wasserleitung und der Straßenbau dazu, was rund 740 000 Euro kosten dürfte. Dazu ist auch im weiteren Verlauf der Straße Kanal so marode, dass dringend zum Austausch geraten wird, was weitere 800 000 Euro verschlingt. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit Kosten in Höhe von 2,26 Millionen Euro, darin sind Baugrundgutachten, Naturschutz und Planung allerdings nicht enthalten.

    Chance auf Zuschuss

    Nach den neuesten Richtlinien hat Mainstockheim gute Chancen, dafür einen Zuschuss zu erhalten – über die mögliche Höhe informierte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs allerdings in nichtöffentlicher Sitzung. Voraussetzung für eine Förderung: Die Maßnahmen müssen bis Ende 2021 kassenwirksam abgeschlossen sein. Um dann die Abrechnung auch korrekt ausführen zu können ist eine erneute Flächenermittlung nötig. Auch die wurde, ebenso wie die Baumaßnahmen, einstimmig beschlossen.

    Länger feiern

    Wie schon in den Vorjahren wurde das Veranstaltungs- und Ausschankende für das Weinfest verlängert, Freitag, Sonntag und Montag auf 24 Uhr und Samstag auf auf 2.30 Uhr für die Musik, auf 2.45 Uhr für den Ausschank 3 Uhr für die Veranstaltung.

    Die Entscheidung darüber, was mit der Lore aus den Kalksteintiefbauen geschehen soll, wurde in die nichtöffentliche Sitzung verlegt.

    Am Ende der Sitzung entwickelte sich ein Disput zwischen Ratsmitglied Peter Brandner und Bürgermeister Fuchs. Während Brandner den Zustand der Brücke über die Bahnlinie, die derzeit als Zufahrt zum Baugebiet Wunn dient, als bedenklich ansah, ist für den Bürgermeister alles weitgehend in Ordnung. Eine ordentliche Brückenprüfung kann erst dann erfolgen, wenn die Bahn dafür einen Zugstopp verfügt, denn nur dann kann die Unterseite der Brücke in Augenschein genommen werden. Eine entsprechender Antrag ist an die Bahn gestellt.

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