• aktualisiert:

    KITZINGEN

    Kein Ausbau der Florian-Geyer-Halle

    Zwei Fragen musste sich der Kitzinger Stadtrat am Dienstag stellen: Die Tourist-Information am bisherigen Standort im Nieser-Haus an der Alten Mainbrücke beibehalten oder ins Dietz-Haus am Marktplatz umziehen? Die Florian-Geyer-Halle zur Veranstaltungshalle ausbauen oder den Hangar des ehemaligen Militärflughafens als Alternative verfolgen?

    Jahrelanger Wunsch

    Nach einer drei Stunden langen Sitzung stand zunächst nur eine Antwort. Ein Umbau der Florian-Geyer-Halle zu einer Mehrzweckhalle kommt nicht in Frage. Das lehnte eine große Mehrheit bereits im Grundsatz ab (4:23). Daher kam es gar nicht mehr zur Vorstellung der drei zwischen 1,8 und 2,9 Millionen Euro teuren Ausbauvarianten. Aufgrund der fehlenden Förderung hätte die Stadt die Kosten für jede Erweiterung wohl selbst tragen müssen.

    Während dadurch eine weitere Option vom Tisch ist, sich dem jahrelangen Wunsch nach einer Veranstaltungshalle anzunähern, liegt dort weiterhin ein anderer Vorschlag – er wurde allerdings zur Fortsetzung der Beratungen in den Stadtentwicklungsbeirat verschoben. Die Errichtung einer reinen Veranstaltungshalle durch einen privaten Investor, konkretisierte die CSU-Fraktion in ihrem Antrag auf den ehemaligen Hangar des Militärflughafens im heutigen Gewerbegebiet ConneKT.

    Wohin soll die Tourist-Information

    „Für mich ist das die beste Lösung für Kitzingen“, meinte Andreas Moser und zählte auf, dass dort Abibälle, Konzerte, Messen oder Hauptversammlungen stattfinden könnten. „Man kann dort wahnsinnig viel machen“, warb er für den Antrag und stellte in den Raum, dass mit den Würzburger Posthallen eine vielgenutzte Veranstaltungsstätte demnächst wegfallen könnte.

    Im Ausschuss angekommen ist auch die Frage nach dem Standort der Tourist-Information. Dem Antrag von Thomas Rank (CSU), das Dietz-Haus als mögliche Alternative vor der Rückkehr des Themas in den Stadtrat im Stadtentwicklungsbeirat ausführlicher zu beraten, folgte die Mehrheit der Stadtratskollegen (23:3).

    Mehrkosten bei Sporthalle

    Länger dauerte die Diskussion über den Markenbildungsprozess, wobei keine Beschlüsse gefasst wurden. Nach dem Vortrag Claudia Biebls kam Kritik aus den Reihen der Räte auf. „Ich hätte noch zig Fragen, die den Rahmen dieser Sitzung allerdings sprengen würden“, wurden die Beschlüsse auf Anraten von Astrid Glos (SPD) zurückgestellt.

    Dagegen billigte der Stadtrat die durch Abbruch- und Erdbauarbeiten entstandenen Mehrkosten beim Bau der Zweifeldsporthalle auf dem Deustergelände (23:2). Pauluhn stimmte dagegen: „Es ist scheinbar noch nicht beim Architekten angekommen, uns rechtzeitig darüber zu informieren.“ Einstimmig vergeben wurden mehrere Aufträge zum Umbau des Kindergartens in den Marshall Heights.

    Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

    Ob sie laut Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes zwei Stellvertreter des ersten Kommandanten berufen möchte, überließ der Stadtrat der Feuerwehr. Ihr wurde „die Möglichkeit eingeräumt“ (25:2). Einstimmig war in der nicht-öffentlichen Sitzung die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs vom Typ LF 20 beschlossen worden.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!