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    Kleinlangheim

    Kein Inlinersystem in der Kleinlangheimer Pfarrgasse

    Der Biber hat den Landkreis Kitzingen zurück erobert und sich an verschiedenen Bächen wieder angesiedelt. So auch am Gründleinsbach in Atzhausen, wo er aber nach Vorgabe der Unteren Naturschutzbehörde nichtg bleiben soll. Das Bild entstand an anderer Stelle an einem Teich, wo er  mehr Platz zum Leben hat.
    Der Biber hat den Landkreis Kitzingen zurück erobert und sich an verschiedenen Bächen wieder angesiedelt. So auch am Gründleinsbach in Atzhausen, wo er aber nach Vorgabe der Unteren Naturschutzbehörde nichtg bleiben soll. Das Bild entstand an anderer Stelle an einem Teich, wo er mehr Platz zum Leben hat. Foto: Winfried Worschech

    Kanalsanierung und Wasserleitung in der Bahnhofstraße bis zur Hauptstraße und für den Rest der Pfarrgasse wird den Gemeinderat Kleinlangheim auch in Zukunft beschäftigen. Nachdem der erste große Abschnitt bis zum Kreuzungspunkt Bahnhofstraße/ Am Castellbach fertig ist, wurde in der Ratssitzung am Mittwochabend das weitere Vorgehen besprochen und festgelegt.

    Da bei der weiteren Kanalsanierung nicht das Inlinersystem angewandt werden soll, ist eine hydrodynamische Überrechnung der Kanalisation zum Preis von rund 9500 Euro notwendig, die einstimmig beschlossen wurde. Im Bereich der Pfarrgasse ist es zudem möglich, den Durchmesser des Kanals von bisher einem Meter auf 60 Zentimeter zu reduzieren, informierte Bürgermeisterin Gerlinde Stier. Ein Problem war bisher der Abschnitt von der Schnittstelle Bahnhofstraße/Pfarrgasse bis zum Anwesen Swetlik, weshalb das Regenüberlaufbecken aufgrund der notwendigen Bautiefe von etwa fünf Metern reduziert werden muss, so die weitere Erklärung der Bürgermeisterin.

    Bei der Refinanzierung der Kanalbaumaßnahmen entschied sich der Rat dafür, aus haushaltstechnischen Gründen die bisher abgeschlossenen Arbeiten in der Bahnhofstraße über Gebühren zu regeln. Weitere Vorhaben, wie den Anschluss an den Abwasserzweckverband Schwarzacher Becken und weitere Kanalsanierungen, werden über Beiträge und Gebühren verrechnet. Die vorgesehene Finanzierung wird in der Bürgerversammlung am 8. März erläutert, kündigte die Bürgermeisterin an.

    Weitere Beratungspunkte in der Sitzung waren:

    Fragebogen zur Ferienbetreuung in der Kleinlangheimer Verbandsschule wurden an die Eltern der betroffenen Schulkinder ausgeteilt. 21 Antworten kamen zurück, die Interesse an der Betreuung bekundeten. Voraussetzungen dafür, dass in den Pfingstferien vom 11. bis 14. Juni und in den Sommerferien vom 5. bis 23. August Schüler betreut werden, sind eine Mindestteilnehmerzahl von zehn Kindern und die Anpassung an die Öffnungszeiten des Kindergartens, war sich der Rat einig. Die Kosten würden bei 75 Euro pro Woche inklusive Mittagessen liegen, äußerte die Bürgermeisterin zu den Kosten.

    Für die Erschließung des geplanten Baugebiets Am Graben, die Sanierungsarbeiten im Schleifweg und für die Wiesenbronner Straße ist eine Kampfmittelsondierung notwendig, da in diesen Bereichen in den letzten Kriegstagen noch gekämpft wurde. Die Kosten für die Sondierung belaufen sich auf 5890 Euro, der Rat war damit einverstanden. Aufgrund der Vorgabe des Amtes für ländliche Entwicklung wird für die Gestaltung des Bereichs um die ehemalige Schule im Zuge der Dorferneuerung in Atzhausen das Büro arc.grün beauftragt. "Wir sind froh, dass es da endlich weiter geht", äußerte die Bürgermeisterin dazu.

    Sie hatte bei der Autobahndirektion nachgefragt, ob ein Rückbau der alten KT 11 in Haidt zwischen dem Reiterhof und der Brücke über die Autobahn in einem einfachen Verfahren möglich sei. Sie hatte die Antwort erhalten, dass dafür ein kostenintensives Verfahren nötig sei, das die Gemeinde tragen müsste. Im Rat war man deshalb geschlossen der Meinung, "dass es so bleiben soll, wie es ist". Das Holzwerk in Haidt stellte Antrag auf eine Photovoltaikanlage. Dafür müsste auf öffentlichem Grund eine Übergabestation eingerichtet werden, die aber im Bereich der Veränderungssperre für die Autobahnerweiterung liegen würde, informierte die Bürgermeisterin. Falls die Autobahndirektion zustimme, wäre auch der Kleinlangheimer Rat dafür, lautete der Beschluss dazu.

    Für die Kindergartenerweiterung lag das Angebot der Firma Schadt in Höhe von 13 539 Euro vor, das einstimmig akzeptiert wurde. Zu klären ist noch der Umstand, ob der alte Sandkasten weiter benutzt werden kann, oder ein neuer notwendig wird.

    Der Biber ist auch in Atzhausen angekommen und hat am Gründleinsbach eine Burg errichtet. Die Gemeinde wurde von der Unteren Naturschutzbehörde angewiesen, den Bau wieder zu entfernen, was inzwischen schon erfolgte, gab die Bürgermeisterin bekannt. Ob sich der Biber das gefallen lässt, wurde von Ratsmitgliedern bezweifelt.

    Befürwortet wurde der Zuschussantrag der Diakonie für die ambulante Krankenpflege, wofür die Gemeinde 50 Cent pro Kopf und somit 861 Euro gibt, und der Antrag des Atzhäuser Feuerwehrvereins zur Jugendförderung mit 40 Euro für acht Kinder.

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    Bearbeitet von Winfried Worschech

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