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    Geiselwind

    Keine Hackschnitzel-Heizung im Feuerwehrhaus

    Der anvisierte Bau des Feuerwehrgerätehauses mitsamt des Bauhofs nimmt nun in Geiselwind Formen an. Die Gemeinderäte beschlossen in ihrer Sitzung offiziell den Neubau auf dem bisherigen Gelände in der Wiesentheider Straße. Die Unterlagen für den Bereich der Feuerwehr werden nun bei der Regierung eingereicht, um von dort eine Förderung zu bekommen. Für das Gebäude der Wehr sieht der Plan Kosten von 2,21 Millionen Euro brutto vor. Für beide Bauvorhaben wurden im Frühjahr 3,3 Millionen Euro berechnet, wobei es für den Bauhof keine Zuwendungen gibt, wie Bürgermeister Ernst Nickel in der Sitzung ausführte.

    Für eine Sanierung mit Erweiterung des Feuerwehrhauses würde die Gemeinde keine, oder kaum staatliche Unterstützung bekommen. Zudem sei die Bausubstanz des bisherigen Gebäudes insgesamt und auch vom Fundament her zu schlecht, so dass die Fachleute davon abrieten. Die Gemeinde möchte das Großprojekt möglichst bald angehen, im Herbst und Winter sollen die Ausschreibungen erfolgen. "Der Baubeginn für das Ganze soll bereits im Frühjahr 2020 sein. Mit einem Jahr Bauzeit müsste das Ganze zu machen sein", schätzte Verwaltungsleiter Wilfried Hack. Es eile, der Bauantrag solle möglichst schnell bei der Regierung eingereicht werden, so Bürgermeister Nickel.

    Drei Geschosse und Pultdach

    Zuletzt wurden die Pläne noch einmal mit den Wehrleuten durchgesprochen. Nahezu alles, was von dort als Vorschläge kam, habe man eingearbeitet. Als Dachform ist ein Pultdach mit einer Neigung von sechs Grad vorgesehen, statt zweier Geschosse wird nun dreigeschossig gebaut. Lediglich auf eine Heizung mit Hackschnitzel, die einst von Gemeinderat Philipp Rost vorgeschlagen wurde, habe man verzichtet, so Nickel.

    Ratsmitglied Thomas Mauer fragte nach den Gründen. Bürgermeister Nickel berichtete von einer Berechnung des Planers, nach der der Bunker zum Lagern des Holzes den fünffachen Platz einer Lagerstätte für Pellets brauche. Das sei unwirtschaftlich. Das kritisierte Gemeinderat Rost, er könne es nicht verstehen, dass im Wald derzeit viel Holz durch kaputte Bäume liege. Billiger, als derzeit, könne man es kaum bekommen, für ihn sei der Verzicht auf die Hackschnitzel "Bequemlichkeit."

    Anbau in Burggrub genehmigt

    Bürgermeister Nickel hakte ein, dass der Bau der dazu benötigten Bunker zudem recht kompliziert wäre. Bei der Gegenstimme Rosts – wegen der Heizung – beschlossen die Räte den Neubau des Feuerwehrhauses, samt Bauhof, aufgrund des Vorentwurfs. Der Bauantrag geht nun an die Behörden.

    In der Sitzung wurde zudem der Anbau für das Feuerwehrhaus im Ortsteil Burggrub genehmigt. Die Kosten für die erforderlichen Zimmererarbeiten betragen laut Angebot 7599 Euro, die Gemeinde übernimmt diese und das Geld für das Material. Der Rest wird von der Wehr in Burggrub erledigt, hieß es.

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