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    Biebelried

    Keine politischen Veranstaltungen mehr im Vereinsheim

    Biebelrieds Bürgermeister Roland Hoh verlas ein vom Vorsitzenden Wolfgang Hunder unterzeichnetes Antwortschreiben des Militär- und Kriegervereins Kaltensondheim. Der Verein war in die Schlagzeilen geraten, weil er - wie berichtet - sein Vereinsheim der AfD für eine Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

    In dem Schreiben heißt es, dass der Verein noch nie als politischer Veranstalter aufgetreten sei. Die Vergabe sei durch den Vorsitzenden erfolgt, die Veranstaltung sei eine interne gewesen, las Hoh aus dem Schreiben vor. Das Vereinsheim sei aber nicht untervermietet worden, wird in dem Schreiben betont. Des Weiteren würden in Zukunft keine weiteren politischen Veranstaltungen mehr dort stattfinden.

    Der Gemeinderat Biebelried muss sich eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden und einen neues Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss suchen. Denn Bürgermeister Hoh durfte das Rücktrittsschreiben von Andrea Czech, die dieses Amt inne hatte, in der jüngsten Gemeinderatssitzung verlesen.

    Die letzte Rechnungsprüfung habe sie zeitlich vom 9. Oktober 2018 bis 28. Mai 2019 in Anspruch genommen. Mehrfach seien Punkte aus der Rechnungsprüfung Thema im Gemeinderat gewesen. "Es dauerte sehr lange", zitierte Bürgermeister Hoh aus dem Schreiben der Gemeinderätin. Deswegen könne sie dies nicht mehr in der gewohnten Qualität machen. Der Gemeinderat wird nun in der nächsten Sitzung die Nachfolge regeln. Dies geschieht laut Hoh nach den Regeln der Gemeindeordnung.

    Dem Umbau eines Wohnhauses in der Eichenstraße in Biebelried stimmte der Gemeinderat zu, wenn bestimmte Vorgaben eingehalten werden. Das Haus darf nur zwei Vollgeschosse haben. Ebenso hat das Dach eine Neigung von 30 Grad. Notwendigen Abgrabungen stimmte der Rat zu. Festgestellt wurde auch, dass Dachgauben zulässig seien.

    Mit acht gegen drei Stimmen beschloss der Gemeinderat, sich nicht am Förderprojekt Energiecoaching Plus zu beteiligen. Da jedoch laut Gemeinderat Manfred Kleinschrodt positive Beschlüsse zu fassen seien, korrigierte der Gemeinderat die Beschlussvorlage und lehnte mit drei Ja- bei acht Nein-Stimmen eine Beteiligung am Energiecoaching Plus-Förderprojekt ab.

    Im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde hatte es keinen Eingang mehr gefunden, jetzt werden die zwölf Bauplätze im neuen Baugebiet Pförtlein in Kaltensondheim im Nächsten offiziell in einer Sonderbeilage angeboten. Der Mindestgebotspreis für ein Baugrundstück beträgt wie berichtet 195 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Strom- und Breitbanderschließung. Der spätere Kaufvertrag enthält eine Baupflicht. Die Gebote sind bis 15. August schriftlich einzureichen.

    Bürgermeister Hoh informierte, dass bei der Kanalsanierung in Westheim beim Öffnen der Straße weitere Kanäle zum Vorschein gekommen sein. Dies werde die Arbeiten verteuern. Sobald die Kosten feststehen, wird der Bürgermeister darüber den Gemeinderat informieren.

    Verärgert zeigte sich Hoh über die vermehrten Schuttablagerungen in der Flur. Bauschutt, Fliesen, Tapetenreste, aber auch originalverpackte Schoko-Osterhasen seien gefunden worden. "Man glaubt es nicht, was für Hohlköpfe unterwegs sind", machte Hoh seinem Ärger Luft. Er forderte zu Wachsamkeit auf. Wer jemanden beim Abladen beobachte, solle dies wenn möglich fotografieren, auf jeden Fall bei der Gemeinde melden.

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