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    Michelfeld

    Kindergarten: Es fehlt an allen Ecken und Enden an Platz

    Stehen heftig in der Diskussion: Die Container zur Erweiterung des Marktstefter Kindergartens. Foto: Robert Haaß

    Wie schon am Vorabend bei der Bürgerversammlung in Marktsteft war auch am Freitagabend in Michelfeld der Kindergartencontainer das beherrschende Thema. Diesmal allerdings mit einem besser vorbereiteten Bürgermeister Thomas Reichert, einer sachlichen Diskussion und Lösungsansätzen für die Übergangszeit bis zur Erweiterung des Kindergartens.

    Bereits bei der Einweihung der Erweiterung des Kindergartens in Marktsteft im Jahr 2015 stellte sich heraus, dass wohl zu konservativ geplant war. Schnell war klar, der Platz reicht nicht aus. Mit Raummodulen, also Containern, wurde 2016 das Angebot erweitert, ein Jahr später stieg der Stadtrat in den erneuten Prozess einer Erweiterung ein. Was sich alles andere als einfach gestaltete, denn das Gelände war weitgehend erschöpft, zudem stand die Sanierung der daneben liegenden Grundschule an. Eine gemeinsame Lösung lag also nahe.

    Gemeinsame Lösung für Schule und Kindergarten

    Und diese Lösung liegt nun vor und soll mit der Regierung von Unterfranken in der kommenden Woche besprochen werden. Dann können die weiteren Schritte folgen und – wenn alles gut läuft – in gut zwei Jahren vollendet werden.

    Zu lang, um mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen, sagte Manuela Wagner, die zeitweise in den Raummodulen arbeitet. Was vor einigen Jahren noch eine gute Lösung war, ist nun einfach zu eng. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Platz. Sei es ein Pflegeraum mit Dusche, seien es Rückzugsmöglichkeiten für Kinder, seien es Besprechungsmöglichkeiten und und und. Deshalb auch Wagners Vorschlag: Weitere Raummodule aufstellen um möglichst schnell mehr Raum zu bekommen.

    Bürgermeister Tomas Reichert erläutert Michelfelder Bürgern die Politik der Stadt Marktsteft. Foto: Robert Haaß

    Ein Vorschlag, der durchaus auf fruchtbaren Boden fiel: "Wir müssen etwas tun, bis wir eine saubere große Lösung haben", gab Reichert zu und auch Ratsmitglied Bernhard Etzelmüller bestätigte: "Wir müssen das jetzt forcieren, was wir in den vergangenen Jahren nicht so sehr gemacht haben." Für Reichert besteht auch noch die Möglichkeit, übergangsweise in das Gemeindehaus oder anderen städtische Räume auszuweichen. Die beiden Bürgerversammlungen bringen nun Bewegung in die Sache.

    Sechs Bauplätze für Michelfeld

    Speziell für Michelfeld konnte Reichert den Abschluss der Erschließungsarbeiten für das kleine Baugebiet Öchsnersweg verkünden. Für alle sechs Bauplätze gebe es Bewerber, die Beurkundungstermine stehen an, so dass bald mit den Neubauten begonnen werden könne.

    Einen kurzen Blick warf Reichert auch auf das Projekt Hafen, in dem unter anderen die BNE-Station des Landkreises Einzug halten soll. 2011 hat die Stadt das historische Gelände – immerhin der älteste Binnenhafen Bayerns – erworben, jetzt gibt es die Chance, daraus mit erheblichen Fördermitteln etwas zu machen. Mit einem "Bürger-Komitee" sollen auch die Marktstefter in das zu rund 80 Prozent bezuschusste Projekt einbezogen werden, das Reichert als "einmalige Chance" für die Stadt sieht. Was unter anderem auch durch einen Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro durch die Nachbarstadt Marktbreit und eine Unterstützung durch Bauhofleistungen der Gemeinde Obernbreit bestätigt wird. "Haben Sie keine Angst davor", rief Reichert den Anwesenden zu.

    Am Ende warf der Bürgermeister, der sich noch einmal zur Wahl stellen wird, noch einen Blick auf die Bürgermeister- und Stadtratswahlen im kommenden Jahr und appellierte an einen "fairen Umgang miteinander" und einen überlegten Einsatz sozialer Medien.

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