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    MAINSTOCKHEIM

    Kirchweihumzug lockt viele Zuschauer auf die Straße

    Große Motivwagen locken traditionell die Bevölkerung auf Mainstockheims Hauptstraße. Foto: Gerhard Bauer

    Die Kirchweih in Mainstockheim stand ganz im Zeichen des Jubiläums 30 Jahre Burschenschaft Mainstockheim.

    Das Festprogramm hatte bereits am Freitag mit dem Eröffnen des Bürgerschießens und dem Konzert der Troglauer Buam begonnen. Am Samstag standen die Ausgrabung der Kerm, die Predigt und der Plantanz an der Dorflinde auf dem Programm. Ein Volkstanzabend im Goldenen Löwen bereicherte das Jubiläum.

    Nach dem Kirchweihgottesdienst am Sonntag im Festzelt und dem anschließenden Mittagessen zog der Kirchweihumzug durch das Dorf, begleitet vom Spielmannszug „Die Bibergauer“. Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs bezeichnete das Jubiläum als das Glanzlicht der Kerm 2018.

    Auch wenn sich in 30 Jahren vieles verändert habe, bleibe es immer wieder spannend zu hören, welche Geschichten und Geschichtchen sich im Dorf binnen eines Jahres zugetragen haben und erst bei der Kirchweihpredigt an die Öffentlichkeit gelangen.

    Interessant sei es auch, wie lange sich manche Burschenschaftskarriere hinziehe und sich auch nach Übergabe in jüngere Hände zeige, dass „einmal Bursche – immer Bursche“ bedeute, vor allem, wenn es bei Vor- und Nachbereitung ums Anpacken gehe.

    Seit 2010 hat Patrick Gerber die Burschenschaft geführt, sein Nachfolger wurde Pascal Gedrat. In einem mehr als 50-seitigen Predigtheft hat die Burschenschaft herausragende Predigtbeiträge aus den vergangenen 30 Jahren zusammengestellt. Die Predigt begann, wie sie seit 30 Jahren immer begann: „Grüß Gott ihr Leut' von nah und fern, herzlich willkommen zu uns?rer Kerm“.

    Entsprechend lange zog sich die Jubiläumspredigt am Samstag bei weit über 30 betagten Predigtbeiträgen aus der Vergangenheit auch hin. Fast zwangsläufig kam das Ereignisjahr 2018 mit nur zwei Textbeiträgen zu kurz. Da ging es um einen Hausbau, bei dem an der Aufstellung einer Bauplatztoilette gespart wurde.

    Beim Weinfest wurde beobachtet, wie Landrätin Tamara Bischof heimlich die Sitzplatzreservierung für den Dorfarzt austauschte, um nicht in der Sonne sitzen zu müssen. Als sie den von der Festgemeinschaft spendierten Wein eingeschenkt bekommen sollte, blitzte sie aber ab, denn die Landrätin musste mit dem Auto noch nach Hause fahren. Für den Sitzplatztausch hätte sie dem „Doc“ wenigstens den Wein spendieren können, kritisierten die Prediger. Mehr hatten sie für 2018 nicht zusammengetragen.

    Mit den lautstarken Fragen „wer hat Kerm“ und „wem g?hört der Mee“, dem ewigen Streitpunkt zwischen Mainstockheim und Albertshofen, beendeten die drei Prediger Holger Lenz, Stefan Krämer und Johannes Knott ihren Vortrag; unter dem verdienten Beifall der Zuhörer im Festzelt.

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