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    Kitzingen

    Kitzingen ehrt Anton Baum mit der höchsten Auszeichnung im Sport

    Oberbürgermeister Siegfried Müller (links) und Sportreferent Manfred Marstaller überreichen Anton Baum mit dem Ehrenbrief die höchste Auszeichnung der Stadt für Sportfunktionäre. Foto: Hartmut Hess

    Ein Großer des Kitzinger Sports hat den Ehrenbrief, die höchste Auszeichnung der Stadt für Sportfunktionäre, erhalten. Dem in jungen Jahren sehr erfolgreichen Leichtathleten gratulierten Oberbürgermeister Siegfried Müller und Sportreferent Manfred Marstaller. "Wir haben als Jungspunde zu Sportlern wie Anton Baum aufgeschaut", bekannte Marstaller.

    Ab 1951 bei der Turngemeinde

    Anton Baum gehört seit 1951 der Turngemeinde Kitzingen an und errang mehrere unterfränkische und bayerische Meistertitel als Sprinter. Er zeichnete sich als Mitorganisator von bayerischen Meisterschaften in Kitzingen aus und betätigte sich als Kampfrichter.

    1969 begann er seine Funktionärslaufbahn im Turnrat des Vereins, saß ab 1990 im Finanzausschuss und stand von 1993 bis 2009 als erster Vorsitzender an der Spitze des größten Sportvereins im Landkreis. Zudem war er 1976 beim TV Etwashausen maßgeblich an der Gründung der Tischtennis-Abteilung beteiligt und war sechs Jahre ihr Abteilungsleiter.

    Seit 1979 war er auch Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen. In dieser Position ist er ein Lobbyist des Sports, der für diesen auch kein Blatt vor den Mund nimmt. "Herr Baum hat sich über Jahrzehnte hinweg besonders verdient um den Sport in Kitzingen gemacht", lobte Marstaller. Daher sei er ein würdiger Träger des Ehrenbriefs.

    Frau beim Sport kennengelernt

    "Bleibt eurem Sport treu", appellierte Baum an die Sportler. In seiner bescheidenen Art verriet er, dass er diese Ehrung bislang abgelehnt habe, weil er der Meinung sei, nichts Besonderes geleistet zu haben. Vielmehr habe er als Funktionär dem Sport nur das zurückgegeben, was er als Kind und Jugendlicher von ihm bekommen habe.

    Zudem habe er durch den Sport seine Frau Christa kennengelernt, "die mich sportlich aber klar in den Schatten gestellt hat", sagte Baum. Als Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen nutzte er die Gelegenheit, Müller dafür zu danken, dass er lange Jahre erst als Sportreferent und danach als Oberbürgermeister stets ein offenes Ohr für den Sport gehabt habe.

    Denn Müller begrüßte letztmals als Oberbürgermeister die Gäste im historischen Rathaussaal. Er erinnerte an den kürzlich verstorbenen Kurt Deckert, der zuvor viele Jahre lang die Sportlerehrung für den Stadtrat vorbereitete.

    Die zweithöchste Ehrung verlieh Müller an Stephan Christmann. Er war ab 1999 Finanzvorstand der Turngemeinde und trat 2009 Baums Nachfolge als Vorsitzender an. Er bekleidete das Amt zehn Jahre lang. In dieser Zeit stemmte der Verein große Investitionen in Sportstätten und Infrastruktur, ehe er im vergangenen Jahr den Vorsitz an Ivonne Schmidt-Sauerbrei abgab.

    Dietlind Weises Dauerpreis

    Den 26 ausgezeichneten Einzelsportlern und Mannschaften bescheinigte Müller: "Sie haben etwas erreicht, wovon viele andere träumen." Er wünschte ihnen weiterhin Kraft, Konsequenz und Freude, um weitere Erfolge zu erzielen. Müllers Dank galt auch allen Trainern, Betreuern und Funktionären in den Vereinen, die den Boden für diese Erfolge bereitet hätten.

    Als erfolgreichste Seniorensportlerin der Stadt setzte die Schwimmerin Dietlind Weise ihr Abonnement fort. Sie erhielt den von Barbara Wachter gestifteten Preis zum elften Mal in Folge. Die 72-Jährige glänzte mit mehreren bayerischen und deutschen Meistertiteln und als Krönung mit drei Medaillen auf der Masters-Weltmeisterschaft.

    Julian Friemelt vom AMC Kitzingen wurde erstmals als erfolgreichster Jugendsportler geehrt. Der junge Kartfahrer hatte den ersten bayerischen Meistertitel in der Vereinsgeschichte herausgefahren und erreichte den dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft.

    Oberbürgermeister Siegfried Müller (von links) und Sportreferent Manfred Marstaller zeichneten Julian Friemelt als besten Jugendsportler, Dietlind Weise als erfolgreichste Seniorensportlerin mit dem von Barbara Wachter gestifteten Preis sowie Stephan Christmann und Anton Baum als Sportfunktionäre aus. Foto: Hartmut Hess

    Kitzinger Sportlerehrung 2020

    Plakette in Gold: Dietlind Weise (Schwimmen, 2. Platz und 3. Platz bei den Weltmeisterschaften, 1. Platz und zweimal 2. Platz deutsche Meisterschaften).

    Plakette in Silber: Armin Uhl (Gewichtheben, Bayerischer Meister), Chris Wiegand (Schwimmen, 1. und 2. Platz deutsche Meisterschaften, Bayerische Meisterin), Wolf-Rüdiger Weise (Schwimmen, 6. Platz bei den Weltmeisterschaften).

    Plakette in Bronze, Einzelsportler: Stefan Holzer (Gewichtheben, 2. Platz deutsche Meisterschaft), David Weinig (Schwimmen, zweifacher Unterfränkischer Meister, 2. Platz und zweimal 3. Platz deutsche Meisterschaften), Hannah Voll (Schwimmen, Bayerische Meisterin), Mariel Robert (Schwimmen, Bayerische Meisterin), Benedikt Burlein (Tennis, Unterfränkischer Meister), Florian Düll (Dreisprung, Unterfränkischer Meister), Sebastian Apfelbacher (Ultratrail, 3. Platz deutsche Meisterschaft).

    Plakette in Bronze, Mannschaften: SC Kitzingen 05 (Matthias Basel, Istok Ferlan, Alparsian Yalzin, Dimitrijs Cernins; Blitzschach, Unterfränkischer Meister), TG Kitzingen Schwimmen weiblich (Dietlind Weise, Susanne Völkel, Hannah Voll, Chris Wiegand; Bayerischer Meister), TG Kitzingen Schwimmen mixed (Chris Wiegand, Hannah Voll, André Baumann, David Weinig; Unterfränkischer Meister), TG Kitzingen Schwimmen mixed (David Weinig, Noel Kohles, André Baumann, Elena Harbauer; Unterfränkischer Meister), TG Kitzingen Schwimmen weiblich (Franziska Conover, Julia Gabriel, Verena Haberkorn, Carina Hiebl, Marie Hipskind, Viktoria Kolb, Hannah Voll, Chris Wiegand; 1. Platz Bezirksliga Unterfranken).

    Jugendplakette in Bronze: Kevin Friemelt (Kartslalom, Nordbayerischer Meister), Noel Kohles (Schwimmen, Unterfränkischer Meister), Elena Harbauer (Schwimmen, Unterfränkische Meisterin).

    Urkunden: Stefan Burlein (Tennis).

    Gutscheine: Julian Friemelt (Kartslalom), Stella Remler (Schach), Lina Zellat (Schwimmen), Anton Schmitt-Raiser (Schwimmen), Julia Gabriel (Schwimmen), Ferdinand Eitel (Schwimmen); Finn Döbrich (Weitsprung).

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